Von Stadt zu Stadt

Montag, 30. November 2020
Von Dresden nach Meißen und Pirna

Von Dresden nach Meißen, von Meißen nach Pirna und wieder zurück nach Dresden. Das hatte ich mir schon immer mal vorgenommen. Heute hat es geklappt, und es sind genau 101 Kilometer geworden. Leider gibt es weder in Meißen noch in Pirna einen Striezelmarkt, was ich sehr schade finde. Ein Glühwein bei dieser Kälte hätte mir gut getan. Die Brücke über den Friedrichstädter Hafen ist fertig saniert und somit der Radweg wieder offen für uns Radler. Sehr schön. Ansonsten bin ich nur am Elberadweg gefahren. Deshalb gibt es keine Karte zu sehen sondern nur die GPX-Datei.

Weihnachtsgänse sind das wahrscheinlich nicht.



Die neue alte sanierte Brücke über den Friedrichstädter Hafen.





Meißen ist erreicht.



Die Autobrücke in Meißen.



Auf der alten Brücke in Pirna.



Der Markt ohne Striezelmarkt in Pirna.



Länge der Tour: 101 Kilometer
Download: GPX-Datei - Fahrradtour Meißen und Pirna

Ruinen in Dresden Friedrichstadt - Teil 2

Freitag, 27. November 2020
Ruinen in Dresden Friedrichstadt - Teil 2

Und weiter geht es mit den Ruinen in der Dresdner Friedrichstadt, von denen es noch reichlich viele zu bewundern gibt.

Die ehemalige Pächtervilla (Portikus-Villa) des Ostravorwerks. Das Wohnhaus des Ostragut-Pächters Portikus. Eigentlich unter Denkmalschutz, heute kaum noch zu retten. Sehr schade!







Das Kopfsteinpflaster ist uns bis heute erhalten geblieben. Für Fahrradfahrer ein Genuss.



An der Berliner Straße gab es mal eine Gaststätte, die nannte sich Lyraclub. Man munkelt, dass hier hohe Leute aus - und eingegangen sind. Ob das stimmt, weiß ich nicht, auf jeden Fall war die Kneipe schön. Heute sieht man nur noch diese Bau - (oder auch nicht) Grube. Die Plattenbauten an der Schäferstraße werden vielleicht saniert? Bisher machen sie einen sehr schäbigen Eindruck.





Blick in Richtung ehemaliger Staßenbahnhof Dresden Friedrichstadt (Waltherstraße), welcher heute nicht mehr in Betrieb ist. Auf dem Gelände davor stand die Fabrik "Technische Gase". Die zwei Fotos darunter zeigen, wie das Gelände 2002 ausgesehen hat. Man könnte sagen: bis heute ist nicht viel geschehen, und es besteht die Hoffnung, dass es auch weiterhin so bleibt.











Diese Gebäude gehören zum ehemaligen Schlachthof. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Dresdner Messegelände.
Der Städtische Vieh und Schlachthof (kurz: Erlweinscher Schlachthof) von Dresden ist ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäudeensemble im Großen Ostragehege. Er befindet sich in isolierter Randlage vom Stadtteil Friedrichstadt zwischen dem Elbstrom und der Friedrichstädter Flutrinne. Das Gebäudeensemble wurde im sogenannten Heimatschutzstil erbaut.
Wikipedia

Für mich sind das die schönsten Ruinen in der Dresdner Friedrichstadt. Hier könnte man doch mal einen "Polizeiruf" drehen? Oder ist das schon passiert?











Meine Fotos zeigen, wie die Friedrichstadt 30 Jahre nach der Deutschen Einheit aussieht. Es ist aber bei weitem nicht alles schlecht. Der Eindruck täuscht ein wenig. Vorbildlich saniert wurde das Krankenhaus Dresden Friedrichstadt, die Brücke über die Waltherstraße ist ein Neubau, der Alberthafen wurde erneuert und etwas verkleinert, viele neue Häuser und Wohngebiete sind entstanden, das Messegelände im ehemaligen Schlachthof ist sehenswert - und und und! Trotzdem erinnert in der Friedrichstadt noch vieles an alte DDR-Zeiten. Ein architektonisch einheitliches Bild wird es hier nie geben.

Ruinen in Dresden Friedrichstadt

Montag, 23. November 2020
Ruinen in Dresden Friedrichstadt

Neulich war ich mal wieder mit dem Fahrrad in der Friedrichstadt unterwegs. In der Zeitung stand, dass die ehemalige Malzfabrik in Niedersedlitz abgebrannt ist. Da kam mir in Erinnerung, dass ja auch das alte Reichsbahnverwaltungsgebäude an der Waltherstraße vor längerer Zeit (1997/98?) in Flammen stand. Mitte 1990 war das Verwaltungsgebäude noch bewohnt, und es sah eigentlich recht schön aus. Ich selber bin in diesem Haus öfter aus - und eingegangen. Die Neugier war demnach sehr groß, was aus diesem Gebäude nach so langer Zeit geworden ist.

Hier erst einmal ein paar Fotos aus dem Jahre 2006. Das Haus sieht noch relativ stabil aus.





Der Haltepunkt Dresden Friedrichstadt war noch nie einladend. Trotzdem war es immer interessant, dem Geschehen auf dem Güterbahnhof zuzuschauen. Rechts neben den Gleisen der ehemaligen Rollenden Landstraße steht das Verwaltungsgebäude.





Das kleine Bahnwärterhäuschen ist heute verschwunden.



Die Gleise links gehörten damals zur sogenannten Rollenden Landstraße.
Nach der Wende reduzierte sich das Verkehrsaufkommen des Rangierbahnhofes Friedrichstadt deutlich. Der Güterverkehr verlagerte sich mehr und mehr auf die Straße. Eine Alternative im grenzüberschreitenden Güterverkehr bestand als Rollende Landstraße zwischen dem 25. September 1994 und dem 19. Juni 2004. Täglich verkehrten zehn Züge mit je 23 LKW von Dresden-Friedrichstadt ins tschechische Lovosice (Lobositz) und zurück. Diese vom Freistaat Sachsen stark subventionierte Maßnahme brachte eine wirksame Entlastung der Bundesstraße 170. Die EU-Osterweiterung führte im Mai 2004 zur Einstellung der Verbindung, da die Auslastung einbrach. Sie lag zuletzt unter zehn Prozent.
Wikipedia







Und nun geht es ins Jahr 2014. Wann das Gebäude abgebrannt ist, weiß ich leider nicht mehr. Könnte das um 1997/98 gewesen sein? Wer es weiß, kann mir gerne eine Nachricht über mein Kontaktformular schicken. Auf jeden Fall hatte die Feuerwehr mächtig zu kämpfen, den der Dachstuhl brannte auf voller Länge.

Abgesichert gegen Regen war das Gebäude mit diesen blauen Planen.



Die Auffahrt zur neuen Brücke an der Waltherstraße. Ursprünglich befand sich hier eine Behelfs-Fußgängerbrücke. Diese wurde jedoch beim Hochwasser 2002 stark beschädigt. Zwischen 2003 / 2004 entstand die neue Brücke für Fußgänger und Autos. Der Haltepunkt Dresden Friedrichstadt konnte während der Bauarbeiten nicht bedient werden, weil der Bahnhof nur über diese Brücke zu erreichen ist. Vor dem Krieg stand an gleicher Stelle auch eine Brücke.





Schön sieht der neue Haltepunkt nicht aus, eher kalt und abweisend. Und kalt ist es wirklich hier, denn auf der Brücke weht immer ein fürchterlicher Wind.



Das ist der ehemalige Berliner Bahnhof. Die Strecke Dresden - Berlin begann zu Zeiten der Sächsischen Staatseisenbahn genau hier. Erst später wurden die drei Strecken (Böhmischer Bahnhof, Leipziger Bahnhof und Berliner Bahnhof) zusammengefasst, und es entstanden der Dresdner Hauptbahnhof und der Neustädter Bahnhof. Die Berliner Straße erinnert noch heute an die Bahnverbindung von Dresden nach Berlin. Reste des alten Berliner Bahnhofes sind auch heute noch zu entdecken. Später wurde an gleicher Stelle der Rangierbahnhof, das Reichsbahnausbesserungswerk und der Bahnhof Friedrichstadt errichtet.



Und nun in das Jahr 2020. Es kann doch eigentlich nur besser werden!

Nee, nichts ist besser geworden, eher schlimmer. Die Plakate an den Wänden sind uns aber bis heute erhalten geblieben.





























Somit ist mein Bericht aus der Friedrichstadt beendet. Da ich noch weitere sehr schöne alte Ruinen (zu Neudeutsch Lost Places) entdeckt habe, wird es vielleicht noch eine weitere Folge geben.

Meine Hausrunde Nummer 1

Samstag, 21. November 2020
.........schon 50 mal gefahren

Es handelt sich um die Fahrradtour Schönfelder Hochland. Davon werden reichlich 14 Kilometer auf der ehemaligen Bahntrasse Dürrröhrsdorf – Weißig-Bühlau gefahren. Eröffnung der Strecke war 1908 , die Stilllegung erfolgte 1951. Zwischen 2000 und 2008 wurde die Bahntrasse zum Fahrradweg umgebaut.

Der Beginn des Bahntrassenradweges in Dresden Weißig.

 

Blick auf den Napoleonstein bei Weißig. Hier in der Nähe befindet sich der Modellflugplatz des MFV Rossendorf.

 

Blick auf den Triebenberg und weiter in Richtung Porschendorf. Dahinter der Breite Stein und der Kuhberg mit weithin sichtbarem Sendemast.

 

Der Bahntrassenradweg in Nähe der "Schönen Höhe".

 

Am Antoniuskreuz. Abfahrt nach Lohmen und Blick zum Sattelberg, Wilisch und dem Erzgebirge.

 

Die kleine Kirche in Liebethal und das Richard Wagner-Museum in Graupa.

 

Auf der neuen Sachsenbrücke, Blick zurück zum Borsberg und Triebenberg, auf dem zweiten Foto die Stadt Pirna mit der Elbbrücke.

 

Ein paar Drohnenfotos. Auf dem Modellflugplatz kann man mal richtig in Ruhe fliegen. Leider war die Sicht sehr schlecht.

 

 

Länge der Tour: 52, 37 Kilometer
Gesamter Anstieg: 359 Meter
Download: GPX-Datei - Fahrradtour Schönfelder Hochland



Panoramafotos von Dresden

Dienstag, 17. November 2020
Panoramafotos von Dresden

Ich habe gestern mal die Panoramafunktion von der Mavic Air 2 ausprobiert. Die Drohne liegt selbst bei starkem Wind ganz ruhig in der Luft, schießt etwa 19 bis 20 Aufnahmen und verrechnet diese dann im Gerät zu einem Gesamtfoto. Unglaublich, was die Technik heute alles leisten kann. Unglaublich auch die Auflösung von diesem kleinen Kamera Sensor: 1/2'' CMOS, Effektive Pixel: 12 Megapixel und 48 Megapixel.

Hier eine 180° Panorama bei wenig Sonne:



Hier ei 180° Panorama mit etwas mehr Sonne:



Und hier noch ein fast 360° Panorama.

Fahrradtour nach Gohlis

Freitag, 13. November 2020
Fahrradtour zur Gohliser Windmühle

Einfach noch mal das schöne Herbstwetter genießen und an der Elbe eine kleine Fahrradtour machen.































Länge der Tour: etwa 40 Kilometer

Inversionswetterlage in Sachsen

Mittwoch, 11. November 2020
Inversionswetterlage in Sachsen

Im Moment kann man wieder sehr schöne Inversionswetterlagen beobachten. Normalerweise ist es so, dass die Temperatur in der Atmosphäre mit der Höhe abnimmt. Bei der Inversion (lateinisch Umkehr) ist es so, dass es unten kalt ist und oben warm. Da kann es schon mal sein, dass es auf dem Fichtelberggipfel 8,2° warm ist und unten in Hammerunterwiesenthal -7,2°C kalt (Fichtelbergwetter).

Da der übliche vertikale Luftaustausch durch die Inversionschicht unterdrückt wird, kommt es in Industriegebieten und über Ballungszentren zu einer Ansammlung von Luftschadstoffen in der kühleren, unteren Schicht. Eine besonders starke und gerade über Ballungszentren auftretende Erscheinungsform einer solchen Luftverschmutzung ist der Smog. Oberhalb der Inversionsschicht ist die Fernsicht dagegen deutlich erhöht, wobei sich meist der Blick auf eine großflächige Dunstbildung in Bodennähe offenbart.
Wikipedia

Dieses Phänomen kann man aus der Luft recht deutlich sehen. Am Horizont bildet sich eine dicke braun-gelb-graue Dunstschicht, in der wir Menschen dann überleben dürfen. Man kann auch sagen, wir vergiften uns freiwillig. Über diesem Dunst (oder Dreck) sieht man dagegen bis sonst wohin. Fantastisch.











Wanderung nach Kreischa über Dohna

Montag, 9. November 2020
Wanderung nach Kreischa über Dohna

Die Wanderung nach Dohna und Kreischa wird wahrscheinlich meine letzte Städtewanderung sein. Ich habe jetzt alle größeren Ortschaften und Städte innerhalb eines Radiuses von 40 Kilometer (plus, minus) erwandert. Sicherlich geht es auch noch weiter, aber das ist nicht mehr meine Liga. Start ist der Schulcampus in Dresden Tolkewitz. Die ersten 9 Kilometer bin ich an der Elbe gewandert. Dann geht es durch Heidenau hindurch. Ich fand diese Strecke sehr interessant, weil mir viele alte verfallene Gebäude begegnet sind. Jetzt kommt eine weniger schöne Strecke. Da der Autoverkehr momentan auszuhalten ist, konnte ich die Müglitztalstraße nach Dohna relativ gut laufen. Lärm gab es aber trotzdem reichlich. In Dohna habe ich mir den Markt, die Kirche und den Fleischerbrunnen angeschaut. Ab Bahnhof Dohna geht es einen eigentlich sehr schönen Weg hinauf nach Röhrsdorf. Eigentlich, wenn nicht die laute Autobahn wäre. Das ist schon ein mörderischer Gestank und Lärm den die Menschheit da produziert. Zu allem Übel schickte mich Komoot auch noch über Wege, die es laut Karte gar nicht gibt. Nun gut, ich hatte mein Garmin dabei und konnte mir eine bessere Strecke suchen. Ab Röhrsdorf wird die Strecke richtig schön, und das bleibt bis Kreischa so. Wenn man über den Langen Berg (292 Meter) gewandert ist, dann hat man einen unglaublich schönen Blick auf Kreischa, den Wilisch und die Quohrener Kipse. Das hat schon was besonderes. Ab Kreischa fahren aller 20 Minuten Busse nach Dresden, so dass ich recht gut nach Hause zurück gekommen bin. Die Wanderung ist manchmal schön, manchmal aber auch nicht, trotzdem recht interessant.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 24, 90 Kilometer
Gesamter Anstieg: 309 Meter
Download: GPX-Datei - Wanderung nach Dohna und Kreischa



Dresden wieder mal menschenleer

Freitag, 6. November 2020
Dresden wieder mal menschenleer

Der Kulturpalast Dresden ohne Publikum, denn die Dresdner Philharmonie spielt nicht. Sehr schade! So ein schönes Haus ohne Menschen ist einfach eine Katastrophe.



Der Altmarkt. Ich bin gespannt, ob es in diesem Jahr einen Striezelmarkt gibt oder nicht.



Die Kreuzkirche. Der helle Punkt links im Bild ist kein Pixelfehler. Nein, es ist der Mars der um diese Zeit im Osten steht. Juhu, ich habe den Mars fotografiert. Übrigens, Covid 19 gibt es auf dem Mars noch nicht. Also, nichts wie hin.



Zu diesem Gebäude muss ich nichts sagen.



Der Neumarkt.



So könnte der Striezelmarkt aussehen. Hoffentlich gibt es einen. Das Foto ist übrigens ein Selbstporträt. Wer findet mich?



Die Septemberoper (oder heißt das Semperoper?). Auch die Staatskapelle spielt nicht, der Saal ist leer.



Für meine Begriffe ist das die schönste Kirche in Dresden.

Ballonfahrt über Dresden und Radebeul

Mittwoch, 4. November 2020
Ballonfahrt über Dresden und Radebeul

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wanderungen auf der nördlichen Elbseite

Montag, 2. November 2020
Wanderungen auf der nördlichen Elbseite

Hier mal eine kleine Aktualisierung meiner Wanderungen auf der nördlichen Elbseite. Ich habe jetzt alle Städte und größeren Ortschaften im Umkreis von 50 Kilometern von zu Hause aus per Fuß erwandert. Mehr wird sicherlich für mich nicht gehen. Das sind folgende Städte: Bad Schandau, Rathen, Königstein, Stadt Wehlen, Pirna, Heidenau, Sebnitz, Neustadt, Hohnstein, Stolpen, Bischofswerda, Radeberg, Pulsnitz, Kamenz, Ottendorf-Okrilla, Königsbrück, Radeburg, Großenhain, Moritzburg, Coswig, Weinböhla, Radebeul und natürlich Meißen. Meißen bin ich aber schon auf der anderen Elbseite gewandert. Die weitesten Wanderungen waren die nach Sebnitz, Kamenz und Großenhain. Theoretisch könnte ich noch versuchen, nach Bautzen zu laufen. Laut Komoot beträgt die Entfernung 55 Kilometer. Ob ich das mal in Angriff nehme, kann ich jetzt noch nicht sagen. Vielleicht. Alles hat seine Grenzen, auch meine Füße. Was hat mir das ganze gebracht? Unglaublich viel, denn der Horizont erweitert sich bei solchen Unternehmungen beträchtlich, gerade deshalb, weil man sich langsam fortbewegt. Der Benjamin Claussner drückt das in einem Video auf seinem Youtube-Kanal am besten aus:

Das Wandern hier (Schwarzwald) sind echte Trails, keine Wanderwege oder so. Schmale Pfade, wo keine Autos fahren. Bissel meine Mission jetzt gerade, den Leuten klar zu machen, man braucht gar nicht groß in den Urlaub wegzufahren, fliegen oder auf sein Abenteuer warten. Das Abenteuer beginn vor der Haustür. Das merke ich immer wieder. Nicht zum ersten Mal, dass ich mein Rucksack packe und von zu Hause aus loslaufe. Das ist auch das Wichtige daran, einfach von der Haustüre aus loszulaufen. Egal ob es jetzt eine Großstadt ist oder auf dem Dorf, man kommt früher oder später überall in die Natur rein, und das ist auch das besondere Gefühl dabei wenn ich von zu Hause aus loslaufe. Man kann ja mit dem Zug, Bus zurück fahren. Aber dieses Loslaufen von zu Hause prägt sich auch ein, und hinterher, wenn ich dann zu Hause bin, dann hat sich mein Raum erweitert. Weil nur wenn ich zu Fuß gehe, dann kann ich das Land hier erobern sag ich jetzt mal und alles mitbekommen, die Größe, die Weite, das habe ich verinnerlicht, weil es auch langsam geht. Man rast da nicht durch sondern man vereinnahmt das alles hier. Also Leute, das Geheimnis des Glücks: Wandern

Genau so empfinde ich das auch. Ich hoffe, der Benjamin nimmt mir nicht übel, dass ich ihn hier mal zitiere. Wie gesagt, alles zu Fuß und die Rückfahrt komplett mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Über die öffentlichen Verkehrsmittel kann ich absolut nur positives berichten. Nicht ein einziges Mal, wo ich nicht zurück gekommen wäre, und pünktlich waren die Züge und Busse immer, dabei luxuriös, bequem, viel Platz und meistens nette Leute mit denen man sich unterhalten kann. Das kann mir das Auto nicht bieten. Überhaupt das Auto: mich nervt das dermaßen, wenn ich nach einer schönen Wanderung in diese dämliche Blechkiste steigen muss. Entweder Stau (in Pirna und auf der Grundstraße immer), Stress durch aggressive Verkehrsteilnehmer, viel zu schnell, ich sehe nichts, Gestank, Lärm, Gedrängel, kein Blinken, zu knappes Überholen, zu dichtes auffahren. Nee Leute, das tue ich mir nicht an. Besoffene Leute in den Zügen gibt es sicherlich auch, aber eigentlich sind mir diese nie begegnet. Das eine oder Andere kommt im Zug aber auch mal vor. Trotzdem, Zug ist besser.

Wie kann ich meinen Horizont von zu Hause aus erweitern? Na klar, mit dem Fahrrad. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

So, und nun noch eine Karte von allen Strecken, die ich unter meine Füße genommen habe:



Mit der südlichen Elbseite bin ich noch nicht ganz fertig. Da fehlt mir nur noch eine einzige Stadt und zwar die, die von mir aus am nächsten liegt. Fortsetzung folgt.



Brücke über den Friedrichstädter Hafen

Montag, 2. November 2020
Das Kleine Blaue Wunder

Die Brücke über den Friedrichstädter Hafen wird auch das "Kleine Blaue Wunder" genannt, im Gegensatz zum "Große Blaue Wunder", welches die Stadtteile Blasewitz und Loschwitz verbindet. Beide Bauwerke hat der Bauingenieur Claus Koepcke geplant und errichtet. Die Friedrichstädter Hafenbrücke ist ein Bauwerk aus den 1894ziger Jahren. Sie hat eine Länge von 76, 7 Meter und diente ursprünglich dem Straßenverkehr, außerdem ist sie der Verbindungsweg zwischen dem Flügelweg und dem Ostragehege. Wie immer bei Brücken wenn sie in die Jahre kommen, irgendwann müssen sie saniert werden. Für die stolze Summe von 3,5 Millionen Euro ist das nun geschehen. Seit 2018 wird gebaut und saniert. Der Elberadweg konnte aber ohne Umleitung genutzt werden, denn nebenan gab es für Radfahrer eine Behelfsbrücke mit einem holzähnlichen Belag, auf dem man auch bei Nässe nie ins rutschen kam. Auf der anderen Seite konnte man den Bauarbeitern beim Sandstrahlen usw. zuschauen, was für mich immer recht interessant war. Die Bauerei hat nun ein Ende, denn die Brücke ist fertig und wartet auf die Freigabe. Hier schon mal ein paar Fotos vom damaligen und jetzigen Zustand.

Die Brücke im Mai 2018:



Die Brücke im Dezember 2018:



Die Brücke im Oktober 2020:



In Nähe des Friedrichstädter Hafens. Im Hintergrund die Briesnitzer Kirche im Nebel, im Vordergrund die Mündung der vereinigten Weißeritz.