Der Rennsteig in der Dresdner Heide
Donnerstag, 30. April 2026
Der Rennsteig in der Dresdner Heide
Der Rennsteig ist einer der erhaltenen historischen Hauptwege in der Dresdner Heide, der schon 1571/72 auf der Karte von Öder verzeichnet war. Er bildete mit dem Schwestersteig (nördlicher Beiweg) und dem Diebssteig (südlicher Beiweg) ein komplexes Straßensystem, das im Mittelalter wohl Teil einer alten Salzstraße von Halle kommend war. Ihre enge Verbindung drückt sich durch den gemeinsamen Buchstaben Z aus. Während bei Ruttkowsi 1987 die Herkunft des Namens noch als ungeklärt gilt, geht ein Wikipedia-Eintrag davon aus, dass sich der Name von schnellen Boten (Rennern) herleitet. Der Verlauf des Rennsteigs ist in weiten Teilen im Kerngebiet der Dresdner Heide noch gut nachvollziehbar. Von Bühlau kommend startet er an einer Kreuzung der Alten 8 mit dem Zweienweg. Als breiter, gut ausgebauter Forstweg verläuft er zunächst bis zur Radeberger Landstraße, wo er mit einer kleinen Umleitung über das Hütchen übersetzt und dann über den Königsplatz in den Prießnitzgrund absteigt. Dabei kreuzt er viele andere Wege mit historischen Zeichen und ist dadurch sehr abwechslungsreich. Vom Prießnitzgrund aus wird es ein wenig knifflig, da der Rennsteig von der Bahnstrecke Dresden – Klotzsche unterbrochen wird. Vorbildliche Wanderer nehmen hier die Umleitung (ca. 1,5 km) unter der Nesselgrundbrücke hindurch. Zurück auf dem Rennsteig gelangt man durch den Waldpark recht schnell zur Königsbrücker Landstraße und von dort mit ein paar kleinen Schlenkern zum Eintritt des Rennsteigs auf den Heller „Am Grünen Grund“. Am Gedenkplatz für den Oberförster Jahn trifft der Rennsteig dann auf den Augustusweg, von dem schon recht früh vermutet wurde, dass sein Verlauf mit dem des Rennsteigs identisch ist. Auf dem Heller ist dann auch ein großes Wegstück mit dem Namen verzeichnet und auch mit Wegezeichen versehen. Was ich nicht nachvollziehen konnte, ist die recht früh ausgezeichnete Umleitung des Rennsteigs in Richtung Augustusweg. Ich habe für mich logisch gefunden, dass der Rennsteig durch die Sandgrube geschluckt wurde und man entweder über den noch vorhandenen Diebsteig oder den Augustusweg weitergehen kann. Welchen man wählt ist letztlich egal, weil sich beide auf Höhe der Autobahnabfahrt „Wilder Mann“ wiedertreffen. Unsere Route führte heute über den Augustusweg, weil dies die „offizielle“ Umleitung ist. An der Moritzburger Landstraße angekommen, geht es nun weiter über den Heidefriedhof. Hier kann man den ehemaligen Verlauf des Rennsteigs nur erahnen. Über den Hauptausgang oder einen Seitenausgang kann man wieder auf das letzte ausgezeichnete Stück gelangen. Dieses endet dann auch recht bald am Stadtrand von Radebeul, wo das letzte Wegezeichen des Rennsteigs zu finden ist.
Text: von Tilda unterwegs!!





















Länge der Tour: 22, 89 Kilometer
Gesamter Anstieg: 327 Meter
Download: GPX - Datei - der Rennsteig in der Dresdner Heide

Der Rennsteig ist einer der erhaltenen historischen Hauptwege in der Dresdner Heide, der schon 1571/72 auf der Karte von Öder verzeichnet war. Er bildete mit dem Schwestersteig (nördlicher Beiweg) und dem Diebssteig (südlicher Beiweg) ein komplexes Straßensystem, das im Mittelalter wohl Teil einer alten Salzstraße von Halle kommend war. Ihre enge Verbindung drückt sich durch den gemeinsamen Buchstaben Z aus. Während bei Ruttkowsi 1987 die Herkunft des Namens noch als ungeklärt gilt, geht ein Wikipedia-Eintrag davon aus, dass sich der Name von schnellen Boten (Rennern) herleitet. Der Verlauf des Rennsteigs ist in weiten Teilen im Kerngebiet der Dresdner Heide noch gut nachvollziehbar. Von Bühlau kommend startet er an einer Kreuzung der Alten 8 mit dem Zweienweg. Als breiter, gut ausgebauter Forstweg verläuft er zunächst bis zur Radeberger Landstraße, wo er mit einer kleinen Umleitung über das Hütchen übersetzt und dann über den Königsplatz in den Prießnitzgrund absteigt. Dabei kreuzt er viele andere Wege mit historischen Zeichen und ist dadurch sehr abwechslungsreich. Vom Prießnitzgrund aus wird es ein wenig knifflig, da der Rennsteig von der Bahnstrecke Dresden – Klotzsche unterbrochen wird. Vorbildliche Wanderer nehmen hier die Umleitung (ca. 1,5 km) unter der Nesselgrundbrücke hindurch. Zurück auf dem Rennsteig gelangt man durch den Waldpark recht schnell zur Königsbrücker Landstraße und von dort mit ein paar kleinen Schlenkern zum Eintritt des Rennsteigs auf den Heller „Am Grünen Grund“. Am Gedenkplatz für den Oberförster Jahn trifft der Rennsteig dann auf den Augustusweg, von dem schon recht früh vermutet wurde, dass sein Verlauf mit dem des Rennsteigs identisch ist. Auf dem Heller ist dann auch ein großes Wegstück mit dem Namen verzeichnet und auch mit Wegezeichen versehen. Was ich nicht nachvollziehen konnte, ist die recht früh ausgezeichnete Umleitung des Rennsteigs in Richtung Augustusweg. Ich habe für mich logisch gefunden, dass der Rennsteig durch die Sandgrube geschluckt wurde und man entweder über den noch vorhandenen Diebsteig oder den Augustusweg weitergehen kann. Welchen man wählt ist letztlich egal, weil sich beide auf Höhe der Autobahnabfahrt „Wilder Mann“ wiedertreffen. Unsere Route führte heute über den Augustusweg, weil dies die „offizielle“ Umleitung ist. An der Moritzburger Landstraße angekommen, geht es nun weiter über den Heidefriedhof. Hier kann man den ehemaligen Verlauf des Rennsteigs nur erahnen. Über den Hauptausgang oder einen Seitenausgang kann man wieder auf das letzte ausgezeichnete Stück gelangen. Dieses endet dann auch recht bald am Stadtrand von Radebeul, wo das letzte Wegezeichen des Rennsteigs zu finden ist.
Text: von Tilda unterwegs!!





















Länge der Tour: 22, 89 Kilometer
Gesamter Anstieg: 327 Meter
Download: GPX - Datei - der Rennsteig in der Dresdner Heide





















































































































































































