Fahrradtour zum Jeschken - Teil 2

Donnerstag, 15. August 2019
Fahrradtour zum Jeschken - Teil 2

Die Fahrradtour zum Jeschken war bestimmt meine schönste Tour in den letzten Jahren. Eine traumhafte Landschaft, meistens abseits der Hauptverkehrsstraßen gefahren, viel Ruhe und immer wieder steile Anstiege. Der Jeschken ist an sich auch nur ein Berg wie jeder andere, was ihn aber so einmalig macht ist der Fernsehturm auf dem Gipfel, der die Form des Berges nach oben fortführt. Für mich ist der Jeschken einer der schönsten Berge, die ich mit dem Fahrrad erklommen habe.

Nachdem das 1906 erbaute Berghotel am 31. Januar 1963 abgebrannt war, wurde von 1966 bis 1973 nach dem Entwurf des Architekten Karel Hubáček ein 99,86 Meter hoher futuristischer Bau neu errichtet, der Fernsehturm Ještěd. Für den Bau, der in Form eines Rotationshyperboloids die Formen der Berghänge aufgreift und nach oben hin fortführt, wurde der Architekt mit dem Auguste-Perret-Preis ausgezeichnet.
Wikipedia

Wir sind wieder in Dresden Tolkewitz gestartet. Zunächst geht es den Elberadweg entlang bis nach Herrnskretschen. Hier beginnt der erste Anstieg hinauf nach Jonsdorf. Bis Česká Kamenice ist die Strecke identisch mit meiner Fahrradtour zum Kaltenberg. Hinter Česká Kamenice zweigt die Strecke ab nach Preschkau, und es beginnt der steile und lange Anstieg hinauf auf den Kamm des Zittauer Gebirges. Wer schon einmal von Oybin nach Lückendorf gefahren ist, weiß von was ich rede. Der Berg wird immer steiler und erreicht am Ende eine Steigung von 17 Prozent. Oben angekommen hat man einen wunderschönen Blick auf den Jeschken, der weit hinten am Horizont zu sehen ist. Direkt vor uns liegt der Klíč (Kleis), einer der markantesten Berge der Lausitz. Aus der Nähe sieht der Berg wirklich gewaltig aus. Nun geht es hinab ins Tal, und bald erreichen wir Nový Bor. Ab jetzt wird die Strecke flacher, es gibt nur noch ein paar wenige kleine Höhenzüge. Berge wie der Rollberg (Ralsko) oder der Bösig (Bezděz) sind zum greifen nahe. Jetzt kommt der Endspurt. Komoot hat uns einen Weg gezeigt, der auf direktem Weg hinauf zum Kamm des Jeschken führt. Der Weg ist grottenschlecht, steil und verwurzelt, aber es ist (nach meiner Karte) der einzige Weg der ohne lange Umwege möglich ist. Also, Fahrrad hochschieben! Ich habe mal nachgeschaut, ob es eine Alternative gibt. Ja, gibt es, aber wir hätten 2, 5 Kilometer länger fahren müssen. Auf meiner Karte sieht das so aus:



Die letzten 3 Kilometer hinauf zum Gipfel fahren sich auf der breiten Straße relativ einfach, aber nach 120 Kilometer merkt man auch, was die Beine geleistet haben. Macht nichts, denn es gibt im Jeschkenhotel ein leckeres Essen mit Apfelschorle, dazu den fantastischsten Ausblick den man sich denken kann.

Der Rückweg ist unkompliziert, denn wir müssen nur noch bergab bis zum Bahnhof Liberec rollen. Das ist wieder eine Hammer-Abfahrt, ähnlich der Straße am Fichtelberg. Die Rückfahrt nach Dresden geht mit der Eisenbahn sehr komfortabel. Es fahren mehrere Züge am Tag direkt von Liberec nach Dresden durch, ohne umzusteigen.

Uns hat die Tour ausgesprochen gut gefallen, und ich werde sie sicherlich noch einmal fahren müssen.









Länge der Tour: 134 Kilometer.
Gesamter Anstieg: 1839 Meter.
Download: GPX-Satei - Dresden - Jeschken

Fahrradtour zum Jeschken

Donnerstag, 15. August 2019
Mit dem Fahrrad von Dresden auf den Jeschken

Fotostrecke - Fortsetzung folgt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Länge der Tour: 134 Kilometer.
Gesamter Anstieg: 1839 Meter.
Download: GPX-Satei - Dresden - Jeschken

Fahrradtour nach Siebenlehn

Dienstag, 13. August 2019
Fahrradtour nach Siebenlehn

Das ist meine härteste Fahrradtour des Jahres 2019. Und das kam so:

Ziel war, die Stadt Siebenlehn per Fuß zu erreichen. Komoot hatte mir eine Strecke von 48 km Länge errechnet. Da die Berge nicht so hoch in dieser Gegend sind, habe ich mir das zugetraut. Am nächsten Tag hatte ich keine Lust auf Siebenlehn und bin spontan Richtung Königstein gewandert. Das war auch schon immer mal mein Plan, zu Fuß von Dresden bis auf die Festung, schön Kaffee trinken und ein Brot beim Bäcker kaufen. Nach 23, 5 Kilometer kam in der Stadt Wehlen das Aus. Grund: ich hatte die falschen Schuhe an. Mein Fazit: nur noch in aller leichtesten Laufschuhen wandern!!

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 23, 5 Kilometer.

Am nächsten Tag habe ich mir das Mountainbike genommen und bin Richtung Siebenleh gefahren. Ich dachte, es ist besser, die lange Strecke erst einmal mit dem Fahrrad zu erkunden. Außerdem wollte ich mir den Funkturm in Wilsdruff aus der Nähe anschauen, der ja im gleichen Gebiet liegt. So wie ich gehört habe, soll dieser abgerissen werden. Der Eigentümer des Anwesens kann die Kosten für die Unterhaltung des Sendeturmes nicht aufbringen und will ihn deshalb los werden. Leider steht das gute Stück unter Denkmalschutz, so dass er nicht so leicht zu recyceln ist. Mal sehen, wie die Sache ausgeht.

Start ist Dresden Tolkewitz. Es geht mitten durch Dresden, dabei habe ich mir die ruhigsten Straßen selber ausgesucht. Gorbitz ist immer gut zu durchfahren, weil es hier viele Radwege gibt. Nach Dresden fährt man fast nur noch auf Feld - und Wiesenwegen sowie kleinen Nebenstraßen. Schwierig ist immer das Tanneberger Loch, welches auf den Wanderwegen ziemlich steil ist. Nun ja, für was hat man eine Gangschaltung. Besonders schön fand ich den kleinen Weg durch das Triebischtal bei Helbigsdorf. Am Jesuskreuz hinter Neukirchen habe ich Andacht gehalten und mir schon mal Siebenlehn aus der Ferne angeschaut. Leider hat der liebe Gott in Sachsen vor jedes Ziel ein tiefes Tal gesetzt, in diesem Falle das Muldental, und das hatte es richtig in sich. Komoot hat mir hier eine Strecke ausgesucht, die nur mit Axt und Machete zu bewältigen war. Trotzdem habe ich einen Weg gefunden, mit einem Gefälle von 40 Prozent und einer Breite von 30 Zentimeter. Ich habe mich wacker in den Grund gekämpft und konnte auf der anderen Seite wieder steil nach oben fahren. Siebenlehn erreicht und Wasserturm fotografiert!!

Der Rückweg in Richtung Funkturm war ebenso interessant. Im Tanneberger Loch hat mich Komoot nicht direkt durch das Tal geschickt, sondern immer entlang der Hangkante - hoch und runter. Meine Güte, ich will doch eigentlich rüber?? Nachdem ich zwanzig Bäume überklettert hatte, stand ich irgendwann dann doch auf der anderen Seite und sah den Funkturm vor mir. Dazwischen eine sehr große Wiese mit einer Länge von 3, 5 Kilometer. Diese führte direkt an der Autobahn entlang, ging steil nach unten und hatte sehr viele tiefe Querrinnen. Hier bin ich dann endlich über den Lenker gestiegen und habe dabei meine Brille eingebüßt. Aber ich lebe noch, und es ist sonst nichts weiter passiert. Den Funkturm konnte ich aus etwas Entfernung fotografieren, man kommt aber nicht bis ran. Schade!! Vielleicht ist das Ding zum Tag des offenen Denkmals zu besichtigen? Der Rückweg ging ohne Brille ziemlich verschwommen aber gemütlich nach Hause.

Fazit der Tour: traue nie Komoot, sonst bist du vielleicht tot!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 98 Kilometer.
Gesamter Anstieg: 1156 Meter.
Download: GPX-Datei - Fahrradtour Siebenlehn - Wilsdruff