Fahrradtour zur Quohrener Kipse

Fahrradtour zur Quohrener Kipse

Schaut man vom Geising-Berg in Richtung Dresden, dann kann man zwischen der Stadt und dem Erzgebirge eine kleines Mini-Gebirge erkennen, die Wendisch-Cahrsdorfer Verwerfung, bestehend aus Wilisch, Hermsdorfer Berg, Quohrener Kipse und Lerchenberg. Die Verwerfung entstand im Tertiär, als das Ur-Erzgebirge dem Druck der von Süden gegen Europa drängenden Kontinentalschollen nicht mehr standhalten konnte und zerbrach. Der Südteil des Erzgebirges sank in die Tiefe und bildete das Nordböhmische Becken, der Nordteil wurde herausgehoben und schräg gestellt. Im Nord-Osten bildete sich eine kleine Verwerfung - die Wendisch-Carsdorfer Verwerfung, benannt nach dem Ort Karsdorf und den Wenden (andere Bezeichnung für Slawen). Dazwischen liegt ein breites Becken, das Döhlener Becken, benannt nach einer Ortschaft bei Freital.

Ich bin mit dem Fahrrad durch das Lockwitztal nach Kreischa gefahren, von dort weiter bis nach Quohren. Über die Kipsenstraße (ein Feldweg) gelangt man hinauf zur Quohrener Kipse. Der steile Anstieg bis zur Aussicht ist ein ganz schöner Hammer. Von Kreischa aus müssen per Fahrrad etwa 200 Höhenmeter überwunden werden. Auf der Höhe befindet sich ein Steinpilz. Wer diesen Pilz errichtet hat und was das zu bedeuten hat, weiss ich leider nicht. Ich hatte heute ein besonderes Glück, denn die Aussicht war fantastisch. Über der Stadt Dresden bildete sich ein dichtes Wolken - und Nebelfeld, darüber konnte man den Fernsehturm und die Elbhöhen ganz klar sehen. Sah merkwürdig aus, als wenn Dresden in einem Meer aus Watte versinkt. Das Wolkenfeld reichte bis weit in die Sächsische Schweiz hinein.

Blick vom Geising in Richtung Wilisch und Quohrener Kipse.



Blick vom Wilisch in Längsrichtung zur Quohrener Kipse.



Vom kleinen Ort Quohren hat man einen sehr schönen Blick auf den Höhenzug der Carsdorfer Verwerfung.



Die Ortschaft Quohren.



Der steile Feldweg hinauf zur Kipse.



Ich habe einen Steinpilz gefunden.



Blick in Richtung Sächsische Schweiz.



Blick auf Dresden. Links der Fernsehturm, in der rechten Bildmitte der Valtenberg in der Lausitz.



Panorama. Der Höhenzug ist der eigentlichen Quohrener Kipse nur vorgelagert.



Auf dem Berg sieht es so aus. Direkt zum höchsten Punkt kommt man leider nicht. Es gibt keine Wege mehr, der Wald ist zu dicht, und ein Drahtzaun verhindert das Weiterkommen.



Ich habe versucht, auf den Gipfel des Hermsdorfer Berges zu kommen. Auch das ist nicht möglich, weil ein dichtes Maisfeld den Weg versperrt.



Länge der Tour: etwa 45 Kilometer
Gesamter Anstieg: 417 Meter
Download: GPX-Datei Quohrener Kipse

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Kommentare

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  1. Matthias Ludwig schreibt:

    Carsdorf (das Örtchen) kenne ich aus mehreren Wochen Lehrgang in dem dortigen Schulungsobjekt des Sächsischen Umweltministeriums. Viel Wald, einige Geocaches und ansonsten wenig los...
    Ach ja, Fuchs und Hase sagen sich da Gute Nacht.

    Aber für Radtouren sieht es ja doch reizvoll aus.


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