Ruinen in Dresden Friedrichstadt - Teil 2

Freitag, 27. November 2020
Ruinen in Dresden Friedrichstadt - Teil 2

Und weiter geht es mit den Ruinen in der Dresdner Friedrichstadt, von denen es noch reichlich viele zu bewundern gibt.

Die ehemalige Pächtervilla (Portikus-Villa) des Ostravorwerks. Das Wohnhaus des Ostragut-Pächters Portikus. Eigentlich unter Denkmalschutz, heute kaum noch zu retten. Sehr schade!







Das Kopfsteinpflaster ist uns bis heute erhalten geblieben. Für Fahrradfahrer ein Genuss.



An der Berliner Straße gab es mal eine Gaststätte, die nannte sich Lyraclub. Man munkelt, dass hier hohe Leute aus - und eingegangen sind. Ob das stimmt, weiß ich nicht, auf jeden Fall war die Kneipe schön. Heute sieht man nur noch diese Bau - (oder auch nicht) Grube. Die Plattenbauten an der Schäferstraße werden vielleicht saniert? Bisher machen sie einen sehr schäbigen Eindruck.





Blick in Richtung ehemaliger Staßenbahnhof Dresden Friedrichstadt (Waltherstraße), welcher heute nicht mehr in Betrieb ist. Auf dem Gelände davor stand die Fabrik "Technische Gase". Die zwei Fotos darunter zeigen, wie das Gelände 2002 ausgesehen hat. Man könnte sagen: bis heute ist nicht viel geschehen, und es besteht die Hoffnung, dass es auch weiterhin so bleibt.











Diese Gebäude gehören zum ehemaligen Schlachthof. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Dresdner Messegelände.
Der Städtische Vieh und Schlachthof (kurz: Erlweinscher Schlachthof) von Dresden ist ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäudeensemble im Großen Ostragehege. Er befindet sich in isolierter Randlage vom Stadtteil Friedrichstadt zwischen dem Elbstrom und der Friedrichstädter Flutrinne. Das Gebäudeensemble wurde im sogenannten Heimatschutzstil erbaut.
Wikipedia

Für mich sind das die schönsten Ruinen in der Dresdner Friedrichstadt. Hier könnte man doch mal einen "Polizeiruf" drehen? Oder ist das schon passiert?











Meine Fotos zeigen, wie die Friedrichstadt 30 Jahre nach der Deutschen Einheit aussieht. Es ist aber bei weitem nicht alles schlecht. Der Eindruck täuscht ein wenig. Vorbildlich saniert wurde das Krankenhaus Dresden Friedrichstadt, die Brücke über die Waltherstraße ist ein Neubau, der Alberthafen wurde erneuert und etwas verkleinert, viele neue Häuser und Wohngebiete sind entstanden, das Messegelände im ehemaligen Schlachthof ist sehenswert - und und und! Trotzdem erinnert in der Friedrichstadt noch vieles an alte DDR-Zeiten. Ein architektonisch einheitliches Bild wird es hier nie geben.

Ruinen in Dresden Friedrichstadt

Montag, 23. November 2020
Ruinen in Dresden Friedrichstadt

Neulich war ich mal wieder mit dem Fahrrad in der Friedrichstadt unterwegs. In der Zeitung stand, dass die ehemalige Malzfabrik in Niedersedlitz abgebrannt ist. Da kam mir in Erinnerung, dass ja auch das alte Reichsbahnverwaltungsgebäude an der Waltherstraße vor längerer Zeit (1997/98?) in Flammen stand. Mitte 1990 war das Verwaltungsgebäude noch bewohnt, und es sah eigentlich recht schön aus. Ich selber bin in diesem Haus öfter aus - und eingegangen. Die Neugier war demnach sehr groß, was aus diesem Gebäude nach so langer Zeit geworden ist.

Hier erst einmal ein paar Fotos aus dem Jahre 2006. Das Haus sieht noch relativ stabil aus.





Der Haltepunkt Dresden Friedrichstadt war noch nie einladend. Trotzdem war es immer interessant, dem Geschehen auf dem Güterbahnhof zuzuschauen. Rechts neben den Gleisen der ehemaligen Rollenden Landstraße steht das Verwaltungsgebäude.





Das kleine Bahnwärterhäuschen ist heute verschwunden.



Die Gleise links gehörten damals zur sogenannten Rollenden Landstraße.
Nach der Wende reduzierte sich das Verkehrsaufkommen des Rangierbahnhofes Friedrichstadt deutlich. Der Güterverkehr verlagerte sich mehr und mehr auf die Straße. Eine Alternative im grenzüberschreitenden Güterverkehr bestand als Rollende Landstraße zwischen dem 25. September 1994 und dem 19. Juni 2004. Täglich verkehrten zehn Züge mit je 23 LKW von Dresden-Friedrichstadt ins tschechische Lovosice (Lobositz) und zurück. Diese vom Freistaat Sachsen stark subventionierte Maßnahme brachte eine wirksame Entlastung der Bundesstraße 170. Die EU-Osterweiterung führte im Mai 2004 zur Einstellung der Verbindung, da die Auslastung einbrach. Sie lag zuletzt unter zehn Prozent.
Wikipedia







Und nun geht es ins Jahr 2014. Wann das Gebäude abgebrannt ist, weiß ich leider nicht mehr. Könnte das um 1997/98 gewesen sein? Wer es weiß, kann mir gerne eine Nachricht über mein Kontaktformular schicken. Auf jeden Fall hatte die Feuerwehr mächtig zu kämpfen, den der Dachstuhl brannte auf voller Länge.

Abgesichert gegen Regen war das Gebäude mit diesen blauen Planen.



Die Auffahrt zur neuen Brücke an der Waltherstraße. Ursprünglich befand sich hier eine Behelfs-Fußgängerbrücke. Diese wurde jedoch beim Hochwasser 2002 stark beschädigt. Zwischen 2003 / 2004 entstand die neue Brücke für Fußgänger und Autos. Der Haltepunkt Dresden Friedrichstadt konnte während der Bauarbeiten nicht bedient werden, weil der Bahnhof nur über diese Brücke zu erreichen ist. Vor dem Krieg stand an gleicher Stelle auch eine Brücke.





Schön sieht der neue Haltepunkt nicht aus, eher kalt und abweisend. Und kalt ist es wirklich hier, denn auf der Brücke weht immer ein fürchterlicher Wind.



Das ist der ehemalige Berliner Bahnhof. Die Strecke Dresden - Berlin begann zu Zeiten der Sächsischen Staatseisenbahn genau hier. Erst später wurden die drei Strecken (Böhmischer Bahnhof, Leipziger Bahnhof und Berliner Bahnhof) zusammengefasst, und es entstanden der Dresdner Hauptbahnhof und der Neustädter Bahnhof. Die Berliner Straße erinnert noch heute an die Bahnverbindung von Dresden nach Berlin. Reste des alten Berliner Bahnhofes sind auch heute noch zu entdecken. Später wurde an gleicher Stelle der Rangierbahnhof, das Reichsbahnausbesserungswerk und der Bahnhof Friedrichstadt errichtet.



Und nun in das Jahr 2020. Es kann doch eigentlich nur besser werden!

Nee, nichts ist besser geworden, eher schlimmer. Die Plakate an den Wänden sind uns aber bis heute erhalten geblieben.





























Somit ist mein Bericht aus der Friedrichstadt beendet. Da ich noch weitere sehr schöne alte Ruinen (zu Neudeutsch Lost Places) entdeckt habe, wird es vielleicht noch eine weitere Folge geben.

Panoramafotos von Dresden

Dienstag, 17. November 2020
Panoramafotos von Dresden

Ich habe gestern mal die Panoramafunktion von der Mavic Air 2 ausprobiert. Die Drohne liegt selbst bei starkem Wind ganz ruhig in der Luft, schießt etwa 19 bis 20 Aufnahmen und verrechnet diese dann im Gerät zu einem Gesamtfoto. Unglaublich, was die Technik heute alles leisten kann. Unglaublich auch die Auflösung von diesem kleinen Kamera Sensor: 1/2'' CMOS, Effektive Pixel: 12 Megapixel und 48 Megapixel.

Hier eine 180° Panorama bei wenig Sonne:



Hier ei 180° Panorama mit etwas mehr Sonne:



Und hier noch ein fast 360° Panorama.

Dresden wieder mal menschenleer

Freitag, 6. November 2020
Dresden wieder mal menschenleer

Der Kulturpalast Dresden ohne Publikum, denn die Dresdner Philharmonie spielt nicht. Sehr schade! So ein schönes Haus ohne Menschen ist einfach eine Katastrophe.



Der Altmarkt. Ich bin gespannt, ob es in diesem Jahr einen Striezelmarkt gibt oder nicht.



Die Kreuzkirche. Der helle Punkt links im Bild ist kein Pixelfehler. Nein, es ist der Mars der um diese Zeit im Osten steht. Juhu, ich habe den Mars fotografiert. Übrigens, Covid 19 gibt es auf dem Mars noch nicht. Also, nichts wie hin.



Zu diesem Gebäude muss ich nichts sagen.



Der Neumarkt.



So könnte der Striezelmarkt aussehen. Hoffentlich gibt es einen. Das Foto ist übrigens ein Selbstporträt. Wer findet mich?



Die Septemberoper (oder heißt das Semperoper?). Auch die Staatskapelle spielt nicht, der Saal ist leer.



Für meine Begriffe ist das die schönste Kirche in Dresden.

Ballonfahrt über Dresden und Radebeul

Mittwoch, 4. November 2020
Ballonfahrt über Dresden und Radebeul

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brücke über den Friedrichstädter Hafen

Montag, 2. November 2020
Das Kleine Blaue Wunder

Die Brücke über den Friedrichstädter Hafen wird auch das "Kleine Blaue Wunder" genannt, im Gegensatz zum "Große Blaue Wunder", welches die Stadtteile Blasewitz und Loschwitz verbindet. Beide Bauwerke hat der Bauingenieur Claus Koepcke geplant und errichtet. Die Friedrichstädter Hafenbrücke ist ein Bauwerk aus den 1894ziger Jahren. Sie hat eine Länge von 76, 7 Meter und diente ursprünglich dem Straßenverkehr, außerdem ist sie der Verbindungsweg zwischen dem Flügelweg und dem Ostragehege. Wie immer bei Brücken wenn sie in die Jahre kommen, irgendwann müssen sie saniert werden. Für die stolze Summe von 3,5 Millionen Euro ist das nun geschehen. Seit 2018 wird gebaut und saniert. Der Elberadweg konnte aber ohne Umleitung genutzt werden, denn nebenan gab es für Radfahrer eine Behelfsbrücke mit einem holzähnlichen Belag, auf dem man auch bei Nässe nie ins rutschen kam. Auf der anderen Seite konnte man den Bauarbeitern beim Sandstrahlen usw. zuschauen, was für mich immer recht interessant war. Die Bauerei hat nun ein Ende, denn die Brücke ist fertig und wartet auf die Freigabe. Hier schon mal ein paar Fotos vom damaligen und jetzigen Zustand.

Die Brücke im Mai 2018:



Die Brücke im Dezember 2018:



Die Brücke im Oktober 2020:



In Nähe des Friedrichstädter Hafens. Im Hintergrund die Briesnitzer Kirche im Nebel, im Vordergrund die Mündung der vereinigten Weißeritz.