In Richtung Dresdner Heide

Dienstag, 30. November 2021
Wanderung in Richtung Dresdner Heide

Einfach mal der Nase nach in Richtung Dresdner Heide gewandert. Start ist der Friedhof in Dresden Tolkewitz. Es geht über das Blaue Wunder, Körnerplatz, Grundstraße zur Dresdner Heide. In der Heide über den Nachtflügelweg nach Bühlau, durch den Mordgrund zur Schillerstraße und über den Elberadweg zurück nach Hause.

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Länge der Tour: 18 Kilometer
Gesamter Anstieg: 207, 6 Meter
Download: GPX-Datei Wanderung Richtung Dresdner Heide

Wanderung zum Bike Point Dresden

Donnerstag, 25. November 2021
Wanderung zum Bike Point Dresden

Gestern musste ich mal wieder zum Bike Point nach Dresden Plauen, natürlich zu Fuß!! Am Morgen ging es zurück und am Abend hin (klingt merkwürdig). Da die Lukaskirche wegen Bauarbeiten geöffnet hatte, konnte ich mir die Kirche von innen ansehen. Leider sind die Fotos nicht so gut gelungen, weil es ziemlich dunkel war. Die Lukaskirche war zu DDR-Zeiten Eterna-Studio. Herbert von Karajan hat hier die Meistersinger von Nürnberg mit der Staatskapelle Dresden aufgenommen, Theo Adam hat den Hans Sachs gesungen. Auch wir haben in der Kirche musiziert. Ich glaube, das war das Requiem von Andrew Lloyd Webber und das Requiem von Antonín Dvořák. Spaß hat es gemacht in der großen Kirche zu spielen! Auch die Thomaskirche an der Bodenbacher Straße hatte wegen Bauarbeiten geöffnet, so dass ich mir dieses Bauwerk von innen anschauen konnte.
Am Abend bin ich dann wieder zum Bike Point gepilgert, um mir mein Bike (früher sagte man Fahrrad) abzuholen. Der Johannstädter Fährgarten war weihnachtlich geschmückt und hatte geöffnet. Anschließend ging es über den Dresdner Nichtstriezelmarkt und über die Budapester Straße zum Bike Point.
Interessant ist, wenn man am Abend auf dem Elberadweg wandert. Gefühlt jeder dritte Radler leuchtet den Mond an und nicht den Radweg. Das Blitzlichtgewitter ist eine Wohltat für das Auge.

 

 

 

 

 

 

 

 



Länge der Tour: 22 Kilometer
Download: GPX-Datei Wanderung zum Bike Point Dresden

Auf den Spuren der alten Sühnekreuze - Teil 3

Montag, 22. November 2021
Auf den Spuren der alten Sühnekreuze - Teil 3

Heute habe ich versucht, wieder ein paar Sühnekreuze zu finden.
Sühnekreuze sind Denkmale mittelalterlichen Rechts. Sie waren ein Erfüllungsteil von Sühneverträgen, welche zwischen zwei verfeindeten Parteien geschlossen wurden, um eine Blutfehde wegen eines begangenen Mordes oder Totschlages zu beenden. Nachzulesen auf dieser interessanten Webseite:
suehnekreuz.de
Besucht habe ich die Zwei Sühnekreuze in Graupa, ein Kreuz in Bonnewitz, drei Kreuze in Wünschendorf, ein sehr schönes großes Kreuz in Elbersdorf (Schöne Höhe) und das Sühnekreuz in Doberzeit. Teilweise sind die Kreuze schwer zu finden, vor allem dann, wenn sie sich im Wald verstecken. Ein Mountainbike ist also unbedingt pflicht.
Das Sühnekreuz in Doberzeit steht etwas abseits an einem Feldweg. Dahinter befindet sich ein rund angeordneter Steinwall. Was es damit auf sich hat, konnte ich leider nicht herausfinden.
Will man das zweite Sühnekreuz in Graupa besuchen, muss man ordentlich im Wald nach oben stapfen. Mit dem Fahrrad konnte ich dort nicht mehr fahren. Na ja, etwas Abenteuer ist ja auch mal ganz lustig.

Grenzstein und Sühnekreuze in Graupa. Das Sühnekreuz am Borsberghang ist nicht leicht zu finden.

 

 

 

Das Sühnekreuz in Bonnewitz steht in einem privaten Garten.



Die drei Sühnekreuze in Wünschendorf.

 

 

 

 

Was diese Steine in Wünschendorf bedeuten weiß ich leider nicht.



Das Sühnekreuz in Elbersdorf.

 



Das Sühnekreuz in Doberzeit.

 

 

Es sieht aus, als wenn hier einmal Häuser gestanden hätten (in Nähe Sühnekreuz Doberzeit).

 

Die beiden Sühnekreuze an der Straße nach Porschendorf gehören eigentlich noch in diese Sammlung, auch wenn ich heute nicht dort war.

 

 

Länge der Tour: 63 Kilometer
Gesamter Anstieg: 562 Meter
Download: GPX-Datei - Sühnekreuze um Lohmen



Zwei Bahntrassenradwege

Mittwoch, 17. November 2021
Triebenberg und Finckenfang

Der Plan war, auf zwei Bahntrassenradwegen zu radeln, erst auf der nördlichen Elbseite (Dürrröhrsdorf-Dittersbach) und dann auf der südlichen Elbseite (Windbergbahn). Außerdem wollte ich auf beiden Seiten zu den höchsten Aussichten fahren. Was das auf der nördlichen Elbseite ist wusste ich - der Triebenberg (383 m ü. NHN), von der südlichen Elbseite habe ich jedoch überhaupt keine Ahnung. Eigentlich müsste das der Finckenfang (394 m. ü. NHN) sein? Der Wilisch fällt aus, denn der gehört zur Karsdorfer Verwerfung. Also, beide Höhenzüge angepeilt und hoch geradelt. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch die beiden Sühnekreuze kurz hinter Porschendorf entdeckt. Das eine ist sehr gut an der Straße zu sehen, das andere ist eigentlich nicht zugänglich und versteckt sich im abgezäunten Gebüsch. Was mir auch aufgefallen ist: die südliche Elbseite fährt sich wesentlich schwieriger als die nördliche. Vom Triebenberg hatte ich überhaupt keine Sicht, vom Finckenfang konnte ich ein paar Berge entdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 107 Kilometer
Gesamter Anstieg: 977 Meter
Download: GPX-Datei - Triebenberg und Finckenfang



Fahrradtour zum Finckenfang - 2

Dienstag, 16. November 2021
Fahrradtour zum Finckenfang - 2

Der Finckenfang ist ein 394 m hoher Berg in Sachsen. Die weithin sichtbare Anhöhe liegt in der Gemeinde Müglitztal südlich des Ortsteils Maxen an der nördlichen geologischen Grenze des Osterzgebirges. Benannt ist der Finckenfang nach dem preußischen General von Finck, der im Gefecht von Maxen am 21. November 1759 gefangen genommen wurde.
Wikipedia

Nein, ich habe heute keine Finken gefangen. Es handelt sich hier ja um den Generalleutnant Friedrich August von Finck (am Ende mit ck). Normalerweise hat man von da oben eine fantastische Aussicht, die heute leider gegen Null tendierte. Die Rückfahrt habe ich spontan entschieden. Das Motto: immer der Nase nach! Angekommen bin ich, aber es war kalt! Auf Grund der miserablen Wetterlage sind die Fotos nicht gelungen. Immerhin war der Wilisch im Dunst zu erkennen.
Zur Strecke: Elberadweg bis Heidenau, Müglitztal, Weesenstein, Maxen, Hausdorf, Kreischa, Possendorf, Bahntrassenradweg Windbergbahn, Gittersee, Elberadweg Dresden.









Länge der Tour: 63 Kilometer
Gesamter Anstieg: 558 Meter
Download: GPX-Datei - Fahrradtour zum Finckenfang - 2
Erste Fahrt zum Finckenfang



Kleine Runde um Dresden

Donnerstag, 11. November 2021
Röhrsdorf Borthen und Triebenberg

Eigentlich wollte ich gestern auf die Höhe oberhalb von Röhrsdorf radeln um ein paar Drohnenaufnahmen zu machen. Leider war die Sicht miserabel, so dass sich das überhaupt nicht gelohnt hat. Als ich auf der anderen Elbseite den Triebenberg sah, bin ich kurz entschlossen über die Pirnaer Brücke geradelt und über Graupa zum Triebenberg. Auch mal interessant, auf beiden Elbseiten zu stehen.
Zu erkennen ist durch den Dunst wenig. Auf Foto 6 sieht man ganz rechts hinter Stolpen den Valtenberg hervorlugen. Und das auch nur, weil ich mit Photoshop nachgeholfen habe. Wie es eigentlich aussehen könnte, zeigen die Panoramafotos unten, welche bei klarem Wetter entstanden sind. Der Standort ist ebenfalls oberhalb von Röhrsdorf.
Im Lohmener Wald habe ich noch das Sühnekreuz im Wald gesucht, leider aber nicht gefunden. Kann mir jemand sagen, wo es steht?





















Länge der Tour: 77, 8 Kilometer
Gesamter Anstieg: 756 Meter
Download: GPX-Datei - Runde um Dresden



Kleine Herbsttour nach Stolpen

Mittwoch, 3. November 2021
über die Hoburkersdorfer Aussicht

Start ist der neue Schulcampus in Dresden Tolkewitz. Es geht auf dem Elberadweg entlang nach Bad Schandau, über Porschdorf zur Hoburkersdorfer Linde und über Stolpen, den Bahntrassenradweg und die Dresdner Heide zurück nach Dresden. Etwas steiler ist der Anstieg hinauf nach Porschdorf, ansonsten fährt sich die Strecke relativ einfach. Gefahren bin ich mit dem Mountainbike.



















Länge der Tour: 100. 78 Kilometer
Gesamter Anstieg: 909 Meter
Download: JPX-Datei - Fahrradtour Richtung Stolpen



Fahrradtour nach Wilsdruff zur Jakobikirche

Samstag, 30. Oktober 2021
Fahrradtour nach Wilsdruff zur Jakobikirche

Es hat mir doch keine Ruhe gelassen. Gerade erst bin ich an der Jakobikirche in Wilsdruff vorbeigelaufen, konnte sie mir aber nicht von innen ansehen, weil die Tür verschlossen war. Deshalb gleich das Fahrrad geschnappt und noch einmal nach Wilsdruff geradelt. Hier also noch ein paar nachgereichte Innenaufnahmen.
Der romanische Bau ist Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden. Die Kirche hatte ursprünglich keinen Turm, der Dachreiter wurde erst 1591 aufgesetzt. Die Jakobikirche in Wilsdruff ist innerhalb Sachsens die größte romanische Saalkirche, was auf die Bedeutung dieses Ortes hinweist. Die sogenannte Bennoglocke im Turm aus dem 13. Jahrhundert gehört zu den ältesten Glocken in Sachsen.

















Geradelt bin ich 60 Kilometer, lade aber keine GPX-Datei hoch, weil die Tour hier auf meinem Blog irgendwo zu finden ist.

Der Sächsische Jakobsweg - Teil 8

Freitag, 29. Oktober 2021
Von Coswig nach Grumbach

Die vorerst letzte Etappe des Jakobsweges, von Coswig nach Grumbach. In Grumbach treffen der Königsbrücker und der Bautzener Jakobsweg aufeinander. In Coswig hatte die Kirche schon am zeitigen Morgen geöffnet, so dass ich sie mir von innen anschauen konnte. Was für eine schöne Kirche!!! Etwas skeptisch war ich, ob die Fähre von Coswig nach Gauernitz übersetzt. Aber ja, bis zum 31. Oktober fährt (oder schifft) sie noch ganztäglich über die Elbe. Besonders schön im Herbst natürlich das Saubachtal. Ab Neudeckmühle ist der Jakobsweg identisch mit dem Heiligen Weg. Wieder mal das Motto: wiedersehen macht Freude! Die Jakobikirche in Wilsdruff soll eine der ältesten in ihrer ursprünglichen Gestalt erhaltenen Dorfkirchen im sächsischen Raum sein. Sie liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Stadtzentrums und wurde letzten Erkenntnissen zufolge Mitte des 12. Jahrhunderts an der Kreuzung bedeutender Wege als Kaufmannskirche im damaligen Wilandesdorf noch vor der eigentlichen Stadtgründung von Wilsdruff erbaut. Leider konnte ich sie mir nicht von innen ansehen. Aber das werde ich bei Gelegenheit unbedingt nachholen. An der Kirche in Grumbach endet die außerordentlich schöne Wanderung.

Die Peter-Pauls-Kirche in Coswig wurde vom Dresdner Kirchen­bau­meister Woldemar Kandler (1866-1929) im Stil der Neo­renaissance erbaut und am 9. November 1903 geweiht. Die Orgel wurde im Jahre 1903 von den Gebrüdern Emil und Bruno Jehmlich aus Dresden als Opus 191 mit 29 Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal erbaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 18, 27 Kilometer
Gesamter Anstieg: 265, 2 Meter
Download: JPX-Datei - Jakobsweg von Coswig nach Grumbach



Der Sächsische Jakobsweg - Teil 7

Dienstag, 26. Oktober 2021
Von Königsbrück nach Coswig

Der Sächsische Jakobsweg ist zweigeteilt. Eine Strecke zweigt in Bautzen von der Via Regia ab, die andere in Königsbrück ebenfalls von der gleichen Straße. Als Via Regia wurden im Mittelalter Handelswege bezeichnet, die unter Königlichen Schutz standen. Der Begriff bezeichnete im allgemeinen Sinn ursprünglich nicht eine bestimmte Straße, sondern eine Straßenart (wie im Spanischen der Camino Real). Seit 2005 ist die Via Regia als Kulturweg des Europarats anerkannt. Ich möchte heute aber nicht die Via Regia laufen, sondern den Jakobsweg von Königsbrück nach Coswig. In der nächsten Woche folgt dann noch der Teil von Coswig bis Grumbach, wo sich die Bautzener mit der Königbrücker Strecke vereinen. Den Rest bis Zwickau bin ich schon gelaufen. Was mir besonders gefallen hat: der Weg ist komplett ausgeschildert. Man braucht also nicht einmal eine Karte. An Hand der Jakobszeichen ist der Weg problemlos bis nach Coswig zu finden. Fantastisch!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 35, 97 Kilometer
Gesamter Anstieg: 272 Meter
Download: JPX-Datei - Jakobsweg von Königsbrück nach Coswig



Der Sächsische Jakobsweg - Nachtrag

Mittwoch, 20. Oktober 2021
Der Sächsische Jakobsweg - Nachtrag

Noch ein kleiner Nachtrag zum Jakobsweg. Bisher bin ich von Bautzen bis Zwickau laut meinem GPX-Navi genau 223 Kilometer gewandert. Da die Strecke zum großen Teil an der Bahnlinie Dresden-Görlitz und Dresden-Hof liegt, war die An - und Abreise an den jeweiligen Stationen kein Problem. Schwieriger sieht es nach Zwickau aus, denn der Jakobsweg weicht bis Hof erheblich von der Bahnstrecke ab. Es gibt aber eine Verbindung Oelsnitz -Zwickau, die ich mal testen könnte. Trotzdem ist mir das alles zu umständlich, deshalb habe ich entschieden, die Wanderung für dieses Jahr zu beenden und erst im nächsten Jahr vortzusetzen. Bis Hof brauche ich noch etwa 3 Tage, welche ich hintereinander laufen werde. Bin gespannt wie das mit der Übernachtung klappt. Zur Not nehme ich meinen Biwaksack mit!


Download: GPX-Datei Jakobsweg Bautzen - Zwickau
Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V.

Folgende Banhstationen habe ich angesteuert: Bautzen, Großharthau, (Dresden nicht, denn hier wohne ich), Klingenberg-Colmnitz, Flöha, Chemnitz, Jahnsdorf und Zwickau.

Die Bahn ist fast immer superpünktlich gefahren, deshalb ein großes Kompliment! Zum Dresden Hauptbahnhof bin ich mit dem Fahrrad gefahren. Das hat den Vorteil, dass ich nicht am Zeitigen Morgen in die überfüllte Straßenbahn einsteigen muss. Auch die Rückfahrt per Fahrrad ist angenehmer. Bis jetzt hat noch niemand mein Fahrrad am Bahnhof geklaut!

Der Jakobsweg ist ein katholischer Weg, deshalb habe ich die Kirchen nach Möglichkeit angesteuert und besucht. Höhepunkt ist die Katholische Hofkirche in Dresden und der Freiberger Dom. Beide Kirchen besitzen Silbermannorgeln. In der Hofkirche kann man am Benno-Altar ein Gemälde von Stefano Torelli bewundern - "Bischof Benno verkündet den Sorben den christlichen Glauben". Ganz besonders hat mir die St.-Jakobus-Kirche in Reinsdorf sowie die Markuskirche in Chemnitz gefallen. Leider hatten beide Kirchen geschlossen. Und dann ist natürlich noch der Bautzner Dom St. Petri. Die Orgel im evangelischen Teil ist eines der größten Werke der Orgelbau-Werkstatt Hermann Eule Orgelbau Bautzen. Erbaut wurde das Instrument im Jahr 1910. Das Instrument hat pneumatische Taschenladen und 62 Register auf drei Manualwerken und Pedal. Es wurde 2017 durch die Bautzner Orgelbaufirma Eule restauriert. Der Zwickauer Dom hat am Montag geschlossen, so dass ich mir dieses schöne Bauwerk leider nicht von Innen anschauen konnte. Aber ich komme ja noch einmal nach Zwickau zurück!!



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Der Sächsische Jakobsweg - Teil 6

Dienstag, 19. Oktober 2021
Von Jahnsdorf nach Zwickau

Das ist vorerst der letzte Teil meiner Wanderung auf dem Sächsischen Jakobsweg. Bis Hof sind es jetzt nur noch 94 Kilometer, die hebe ich mir für das nächste Jahr auf, wenn die Tage wieder länger werden.
Start ist dort, wo ich das letzte Mal aufgehört habe: am Bahnhof in Jahnsdorf. Ich war erstaunt, wie schnell und komfortabel man mit dem Zug nach Jahnsdorf kommt. Ab Chemnitz fährt im Halbe-Stunde-Takt eine Straßenbahn bis Sollberg. Selbst die Umsteigezeit von 5 Minuten war kein Problem! Ein großes Lob an den öffentlichen Nahverkehr, das hat perfekt und schnell funktioniert!
Die Strecke bis Zwickau ist einfach wunderschön. Stollberg und Oelsnitz haben mir besonders gut gefallen. Aber auch die vielen Höhenzüge mit herrlichen Fernsichten, sogar der Fichtelberg ist zu sehen. Nicht so schön war, das es ein paar Kilometer an der Autobahn entlang geht. Einfach nur die Hölle auf Erden, aber auch das geht vorbei. In Bautzen bin ich gestartet, und heute schaue ich von der Höhe hinab auf Zwickau. Das sind Momente, die schwer zu begreifen sind. Deshalb schweige ich jetzt, denn ich bin restlos happy.
Ein großes Dankeschön geht auch an den Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V., dessen Route ich gefolgt bin. Die Ausschilderung ist hervorragend!



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 40, 24 Kilometer
Gesamter Anstieg: 623 Meter
Download: GPX-Datei - Jakobsweg Jahnsdorf - Zwickau



Der Sächsische Jakobsweg - Teil 5

Dienstag, 12. Oktober 2021
Von Flöha nach Jahnsdorf

Meine Wanderung auf dem Sächsischen Jakobsweg (Teil 5) startet in Flöha und endet in Jahnsdorf, etliche Kilometer hinter Chemnitz. Ich frage mich, ob die Menschen im Mittelalter tatsächlich diesen Weg gewandert sind um nach Rom, Jerusalem oder Santiago zu gelangen. Ich denke ja, auch wenn der Weg im eigentlichen Sinne kein Pilgerweg ist, sondern eine Handelsstraße: die "Alte Frankenstraße". Seit dem 13. Jahrhundert wird die Straße von Bautzen, wo sie von der Via Regia abzweigte, über Bischofswerda, Dresden, Freiberg, Oederan, Chemnitz nach Zwickau, wo sie auf die Via Imperii traf, als Frankenstraße bezeichnet. (Wiki) Die Pilger haben vor allem die Jakobuskirchen angesteuert. Pesterwitz besitzt eine, Chemnitz aber auch. In dieser konnte ich gestern 12 Uhr eine kleine Andacht erleben. Thema war Dankbarkeit. Die Worte des Pfarrers haben mich schwer beeindruckt. Ich bin dankbar, dass ich diese schöne Wanderung machen kann und ich bin dankbar für das, was ich auf der Reise erlebe.
Besonders gefallen hat mir der langgestreckte Höhenzug hinter Flöha. Von oben hat man einen fantastischen Blick auf die umliegende Landschaft. Chemnitz besitzt einen wunderschönen Stadtpark. Überhaupt hat mir die Stadt recht gut gefallen. Mal sehen, ob ich es in der nächsten Woche bis Zwickau schaffe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 34, 10 Kilometer
Gesamter Anstieg: 556 Meter
Download: GPX-Datei - Jakobsweg von Flöha nach Jahnsdorf



80 000 Kilometer

Sonntag, 10. Oktober 2021
80 000 Kilometer

Eigentlich nur eine kleine Fahrradtour an der Elbe, aber für mich besonders bedeutend. Gestern bin ich bereits das zweite Mal um die Erde geradelt (seit es Garmin-Navis gibt). Laut Adam Ries sind das 80 000 Kilometer, und so isses!! Die erste Erdumrundung hatte ich am 2. Juni 2017 vollendet. Irre, was man für Strecken aus eigener Kraft zurücklegen kann.
Jetzt habe ich mal nachgeschaut: nach neusten Berechnungen beträgt der Erdradius im Mittel rund 12.742 Kilometer. Rechnet man das mal "Pi" (3.14159265359....), dann ergibt sich ein Erdradius von rund 40 030 Kilometer. Na ja, die 30 Kilometer die noch fehlen, habe ich heute nachgeholt! "Pi" ist aber auch eine interessante Zahl. Ich glaube der Rekord bei der Berechnung der Nachkommastellen liegt heute bei 62,8 Billionen. Das macht deutlich, dass die Quadratur des Kreises nicht möglich ist.
Seit dem 28. 09. 2012 führe ich Fahrradtagebuch, für die 80 000 Kilometer habe ich somit 9 Jahre gebraucht. Was in den 44 Jahren davor war, kann ich heute nur noch schätzungsweise erahnen. Aufgezeichnet habe ich alle meine Strecken mit Garmin-Navigationsgeräten. Lange Fahrradtouren bringen eigentlich nicht so viele Kilometer. Die Masse machts, und das sind die täglichen Arbeitswege, die möglichst lang sein sollten. Was mich interessieren würde: wie viele Kilometer ein Mensch in seinem gesamten Leben zurücklegt. Ob das schon mal jemand berechnet hat?? Ich habe keine Ahnung. Und was auch noch interessant wäre: wieviel CO2 habe ich eingespart und nicht in die Luft gepustet?
So, die dritte Erdumrundung hat bereits begonnen. Mal sehen, wie lange ich jetzt brauche. Man wird ja auch nicht jünger.





Diese Kilometer fehlten noch bis zum Ziel.



Kurz vor Pillnitz . . . .



. . . . Ziel erreicht! 80 000



Aufzeichnung bei Garmin Connect, davor Garmin Express. Diese Aufzeichnungen fehlen hier.



Der Sächsische Jakobsweg - Teil 4

Dienstag, 5. Oktober 2021
Von Klingenberg-Colmnitz nach Flöha

Gestern bin ich den 4. Teil des Sächsischen Jakobswegs gelaufen. Start ist Klingenberg-Colmnitz, in Flöha habe ich mein Etappenziel erreicht. Da die Berge nicht ganz so steil sind, lief sich die Strecke wieder erwartend relativ gut, einzig der Höhenzug in Kirchbach zog sich etwas in die Länge. In Freiberg hatte ich ein besonders großes Glück: der Dom war offen und die Silbermannorgel spielte extra für mich die Fantasia und Fuge in G-moll BWV 542 von J.S.Bach. Gänsehaut pur, denn die Orgel ist fantastisch!! Eine der schönsten Barockorgeln der Welt und einen schöneren Klang auf einer Pilgerreise kann man sich nicht wünschen.
Indirekt muss der Jakobsweg mit Bischof Benno in Zusammenhang stehen, denn Benno ist im Jahre 1085 von Meißen nach Rom gepilgert um vor dem Papst Buße zu tun. Er muss also auch meinen Weg gelaufen sein.
Reisen war im Mittelalter ein beschwerliches und gefährliches Unterfangen. Die durchschnittliche tägliche Wegstrecke, die man in damaliger Zeit zurücklegen konnte, lag bei 30 bis 45 Kilometer (zu Fuß). Die Straßen waren nicht ausgebaut und glichen Feldwegen mit tiefen Löschern und bösen Überraschungen nach Regengüssen oder bei Eis und Schnee im Winter. Man konnte von Glück reden, wenn man den Weg auch fand, denn wenn dieser wenig begangen oder befahren war, hatte man bei allgemein fehlenden Wegzeichen große Schwierigkeiten, sich nicht in den dichten Wäldern zu verirren. Häufig schlug den fremden Reisenden Haß und Mißtrauen der einheimischen Bevölkerung entgegen. Raubüberfälle waren an der Tagesordnung. Die Entfernung von Meißen bis Rom, die vor Benno lag, betrug 1350 Kilometer. Bischof Benno wird zwei Monate dafür gebraucht haben. Übrigens, er hat die Reise im Alter von 75 Jahren! gemacht, und da es noch keine Eisenbahn gab, ist er natürlich auch wieder zurück gelaufen. Über diese spannende Geschichte musste ich heute beim Wandern nachdenken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 42, 78 Kilometer
Gesamter Anstieg: 567 Meter
Download: GPX-Datei - Jakobsweg Klingenberg-Colmnitz - Flöha