Der Sächsische Jakobsweg - Nachtrag

Mittwoch, 20. Oktober 2021
Der Sächsische Jakobsweg - Nachtrag

Noch ein kleiner Nachtrag zum Jakobsweg. Bisher bin ich von Bautzen bis Zwickau laut meinem GPX-Navi genau 223 Kilometer gewandert. Da die Strecke zum großen Teil an der Bahnlinie Dresden-Görlitz und Dresden-Hof liegt, war die An - und Abreise an den jeweiligen Stationen kein Problem. Schwieriger sieht es nach Zwickau aus, denn der Jakobsweg weicht bis Hof erheblich von der Bahnstrecke ab. Es gibt aber eine Verbindung Oelsnitz -Zwickau, die ich mal testen könnte. Trotzdem ist mir das alles zu umständlich, deshalb habe ich entschieden, die Wanderung für dieses Jahr zu beenden und erst im nächsten Jahr vortzusetzen. Bis Hof brauche ich noch etwa 3 Tage, welche ich hintereinander laufen werde. Bin gespannt wie das mit der Übernachtung klappt. Zur Not nehme ich meinen Biwaksack mit!


Download: GPX-Datei Jakobsweg Bautzen - Zwickau
Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V.

Folgende Banhstationen habe ich angesteuert: Bautzen, Großharthau, (Dresden nicht, denn hier wohne ich), Klingenberg-Colmnitz, Flöha, Chemnitz, Jahnsdorf und Zwickau.

Die Bahn ist fast immer superpünktlich gefahren, deshalb ein großes Kompliment! Zum Dresden Hauptbahnhof bin ich mit dem Fahrrad gefahren. Das hat den Vorteil, dass ich nicht am Zeitigen Morgen in die überfüllte Straßenbahn einsteigen muss. Auch die Rückfahrt per Fahrrad ist angenehmer. Bis jetzt hat noch niemand mein Fahrrad am Bahnhof geklaut!

Der Jakobsweg ist ein katholischer Weg, deshalb habe ich die Kirchen nach Möglichkeit angesteuert und besucht. Höhepunkt ist die Katholische Hofkirche in Dresden und der Freiberger Dom. Beide Kirchen besitzen Silbermannorgeln. In der Hofkirche kann man am Benno-Altar ein Gemälde von Stefano Torelli bewundern - "Bischof Benno verkündet den Sorben den christlichen Glauben". Ganz besonders hat mir die St.-Jakobus-Kirche in Reinsdorf sowie die Markuskirche in Chemnitz gefallen. Leider hatten beide Kirchen geschlossen. Und dann ist natürlich noch der Bautzner Dom St. Petri. Die Orgel im evangelischen Teil ist eines der größten Werke der Orgelbau-Werkstatt Hermann Eule Orgelbau Bautzen. Erbaut wurde das Instrument im Jahr 1910. Das Instrument hat pneumatische Taschenladen und 62 Register auf drei Manualwerken und Pedal. Es wurde 2017 durch die Bautzner Orgelbaufirma Eule restauriert. Der Zwickauer Dom hat am Montag geschlossen, so dass ich mir dieses schöne Bauwerk leider nicht von Innen anschauen konnte. Aber ich komme ja noch einmal nach Zwickau zurück!!



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Der Sächsische Jakobsweg - Teil 6

Dienstag, 19. Oktober 2021
Von Jahnsdorf nach Zwickau

Das ist vorerst der letzte Teil meiner Wanderung auf dem Sächsischen Jakobsweg. Bis Hof sind es jetzt nur noch 94 Kilometer, die hebe ich mir für das nächste Jahr auf, wenn die Tage wieder länger werden.
Start ist dort, wo ich das letzte Mal aufgehört habe: am Bahnhof in Jahnsdorf. Ich war erstaunt, wie schnell und komfortabel man mit dem Zug nach Jahnsdorf kommt. Ab Chemnitz fährt im Halbe-Stunde-Takt eine Straßenbahn bis Sollberg. Selbst die Umsteigezeit von 5 Minuten war kein Problem! Ein großes Lob an den öffentlichen Nahverkehr, das hat perfekt und schnell funktioniert!
Die Strecke bis Zwickau ist einfach wunderschön. Stollberg und Oelsnitz haben mir besonders gut gefallen. Aber auch die vielen Höhenzüge mit herrlichen Fernsichten, sogar der Fichtelberg ist zu sehen. Nicht so schön war, das es ein paar Kilometer an der Autobahn entlang geht. Einfach nur die Hölle auf Erden, aber auch das geht vorbei. In Bautzen bin ich gestartet, und heute schaue ich von der Höhe hinab auf Zwickau. Das sind Momente, die schwer zu begreifen sind. Deshalb schweige ich jetzt, denn ich bin restlos happy.
Ein großes Dankeschön geht auch an den Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V., dessen Route ich gefolgt bin. Die Ausschilderung ist hervorragend!



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 40, 24 Kilometer
Gesamter Anstieg: 623 Meter
Download: GPX-Datei - Jakobsweg Jahnsdorf - Zwickau



Der Sächsische Jakobsweg - Teil 5

Dienstag, 12. Oktober 2021
Von Flöha nach Jahnsdorf

Meine Wanderung auf dem Sächsischen Jakobsweg (Teil 5) startet in Flöha und endet in Jahnsdorf, etliche Kilometer hinter Chemnitz. Ich frage mich, ob die Menschen im Mittelalter tatsächlich diesen Weg gewandert sind um nach Rom, Jerusalem oder Santiago zu gelangen. Ich denke ja, auch wenn der Weg im eigentlichen Sinne kein Pilgerweg ist, sondern eine Handelsstraße: die "Alte Frankenstraße". Seit dem 13. Jahrhundert wird die Straße von Bautzen, wo sie von der Via Regia abzweigte, über Bischofswerda, Dresden, Freiberg, Oederan, Chemnitz nach Zwickau, wo sie auf die Via Imperii traf, als Frankenstraße bezeichnet. (Wiki) Die Pilger haben vor allem die Jakobuskirchen angesteuert. Pesterwitz besitzt eine, Chemnitz aber auch. In dieser konnte ich gestern 12 Uhr eine kleine Andacht erleben. Thema war Dankbarkeit. Die Worte des Pfarrers haben mich schwer beeindruckt. Ich bin dankbar, dass ich diese schöne Wanderung machen kann und ich bin dankbar für das, was ich auf der Reise erlebe.
Besonders gefallen hat mir der langgestreckte Höhenzug hinter Flöha. Von oben hat man einen fantastischen Blick auf die umliegende Landschaft. Chemnitz besitzt einen wunderschönen Stadtpark. Überhaupt hat mir die Stadt recht gut gefallen. Mal sehen, ob ich es in der nächsten Woche bis Zwickau schaffe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 34, 10 Kilometer
Gesamter Anstieg: 556 Meter
Download: GPX-Datei - Jakobsweg von Flöha nach Jahnsdorf



80 000 Kilometer

Sonntag, 10. Oktober 2021
80 000 Kilometer

Eigentlich nur eine kleine Fahrradtour an der Elbe, aber für mich besonders bedeutend. Gestern bin ich bereits das zweite Mal um die Erde geradelt (seit es Garmin-Navis gibt). Laut Adam Ries sind das 80 000 Kilometer, und so isses!! Die erste Erdumrundung hatte ich am 2. Juni 2017 vollendet. Irre, was man für Strecken aus eigener Kraft zurücklegen kann.
Jetzt habe ich mal nachgeschaut: nach neusten Berechnungen beträgt der Erdradius im Mittel rund 12.742 Kilometer. Rechnet man das mal "Pi" (3.14159265359....), dann ergibt sich ein Erdradius von rund 40 030 Kilometer. Na ja, die 30 Kilometer die noch fehlen, habe ich heute nachgeholt! "Pi" ist aber auch eine interessante Zahl. Ich glaube der Rekord bei der Berechnung der Nachkommastellen liegt heute bei 62,8 Billionen. Das macht deutlich, dass die Quadratur des Kreises nicht möglich ist.
Seit dem 28. 09. 2012 führe ich Fahrradtagebuch, für die 80 000 Kilometer habe ich somit 9 Jahre gebraucht. Was in den 44 Jahren davor war, kann ich heute nur noch schätzungsweise erahnen. Aufgezeichnet habe ich alle meine Strecken mit Garmin-Navigationsgeräten. Lange Fahrradtouren bringen eigentlich nicht so viele Kilometer. Die Masse machts, und das sind die täglichen Arbeitswege, die möglichst lang sein sollten. Was mich interessieren würde: wie viele Kilometer ein Mensch in seinem gesamten Leben zurücklegt. Ob das schon mal jemand berechnet hat?? Ich habe keine Ahnung. Und was auch noch interessant wäre: wieviel CO2 habe ich eingespart und nicht in die Luft gepustet?
So, die dritte Erdumrundung hat bereits begonnen. Mal sehen, wie lange ich jetzt brauche. Man wird ja auch nicht jünger.





Diese Kilometer fehlten noch bis zum Ziel.



Kurz vor Pillnitz . . . .



. . . . Ziel erreicht! 80 000



Aufzeichnung bei Garmin Connect, davor Garmin Express. Diese Aufzeichnungen fehlen hier.



Der Sächsische Jakobsweg - Teil 4

Dienstag, 5. Oktober 2021
Von Klingenberg-Colmnitz nach Flöha

Gestern bin ich den 4. Teil des Sächsischen Jakobswegs gelaufen. Start ist Klingenberg-Colmnitz, in Flöha habe ich mein Etappenziel erreicht. Da die Berge nicht ganz so steil sind, lief sich die Strecke wieder erwartend relativ gut, einzig der Höhenzug in Kirchbach zog sich etwas in die Länge. In Freiberg hatte ich ein besonders großes Glück: der Dom war offen und die Silbermannorgel spielte extra für mich die Fantasia und Fuge in G-moll BWV 542 von J.S.Bach. Gänsehaut pur, denn die Orgel ist fantastisch!! Eine der schönsten Barockorgeln der Welt und einen schöneren Klang auf einer Pilgerreise kann man sich nicht wünschen.
Indirekt muss der Jakobsweg mit Bischof Benno in Zusammenhang stehen, denn Benno ist im Jahre 1085 von Meißen nach Rom gepilgert um vor dem Papst Buße zu tun. Er muss also auch meinen Weg gelaufen sein.
Reisen war im Mittelalter ein beschwerliches und gefährliches Unterfangen. Die durchschnittliche tägliche Wegstrecke, die man in damaliger Zeit zurücklegen konnte, lag bei 30 bis 45 Kilometer (zu Fuß). Die Straßen waren nicht ausgebaut und glichen Feldwegen mit tiefen Löschern und bösen Überraschungen nach Regengüssen oder bei Eis und Schnee im Winter. Man konnte von Glück reden, wenn man den Weg auch fand, denn wenn dieser wenig begangen oder befahren war, hatte man bei allgemein fehlenden Wegzeichen große Schwierigkeiten, sich nicht in den dichten Wäldern zu verirren. Häufig schlug den fremden Reisenden Haß und Mißtrauen der einheimischen Bevölkerung entgegen. Raubüberfälle waren an der Tagesordnung. Die Entfernung von Meißen bis Rom, die vor Benno lag, betrug 1350 Kilometer. Bischof Benno wird zwei Monate dafür gebraucht haben. Übrigens, er hat die Reise im Alter von 75 Jahren! gemacht, und da es noch keine Eisenbahn gab, ist er natürlich auch wieder zurück gelaufen. Über diese spannende Geschichte musste ich heute beim Wandern nachdenken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 42, 78 Kilometer
Gesamter Anstieg: 567 Meter
Download: GPX-Datei - Jakobsweg Klingenberg-Colmnitz - Flöha



Wanderung von Dresden Plauen

Donnerstag, 30. September 2021
Wanderung von Dresden Plauen

Gestern war wieder mal eine Inspektion meines Fahrrades nötig. Deshalb am morgen mit dem Rad nach Dresden Plauen zum Fahrradpoint gefahren, von dort zurück nach Hause gelaufen und am Nachmittag wieder in die Werkstatt gepilgert um das gute Stück abzuholen. Das Fahrrad hatte ich mir 2013 im Fahrradpoint gekauft, jetzt dürfte ich damit schätzungsweise 60 000 Kilometer geradelt sein. Entdeckt habe ich auf meiner Wanderung wieder jede Menge. Ich bin erstaunt, wie viele Ruine es noch in Dresden gibt. Die Wege in Striesen und Blasewitz ähneln eher Wanderwegen - man sollte also mit gutem Schuhwerk unterwegs sein. Auf den Straßen in Blasewitz haben wir früher als Kinder von morgens bis abends gespielt, heute stapelt sich dort das Blech, und an ein spielen ist überhaupt nicht mehr zu denken. Eine GPX-Datei lade ich nicht extra hoch. In dieser kleinen Stadt findet man die Wege auch so.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 24, 11 Kilometer

Der Sächsische Jakobsweg - Teil 3

Dienstag, 28. September 2021
Von Dresden nach Klingenberg-Colmnitz

Das ist bereits der dritte Teil des Sächsischen Jakobsweges von Bautzen nach Hof, und er ist von den drei Etappen mit Abstand die schönste Etappe. Es gibt viele Anstiege, teilweise sehr steile Stiche, die richtig Spaß machen und natürlich fantastische Fernsichten. Dadurch ist die Wanderung vielseitig und außerordentlich abwechslungsreich,
Start ist dort, wo ich das letzte Mal aufgehört hatte: am Postplatz in Dresden. Zu beginn hatte ich etwas Angst vor der Hölle von DD, aber der Weg durch die Stadt war entgegen der Erwartung sehr schön und gar nicht so stressig. In Pesterwitz konnte ich die Kirche besichtigen. Ich bedanke mich bei der netten Frau für das wunderschöne Gespräch!! Hinter Pesterwitz bin ich auf dem Bahntrassenradweg der Wilsdruffer Schmalspurbahn Richtung Kesselsdorf gewandert. In Grumbach traf ich auf den altbekannten Heiligen Weg, welcher bis Grillenburg identisch ist mit dem Sächsischen Jakobsweg (Wiedersehen macht Freude). Kurz vor Klingenberg Colmnitz habe ich den Jakobsweg verlassen und bin bis zur Haltestelle Klingenebrg gewandert, wo die Tour vorerst zu Ende ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 34, 62 Kilometer
Gesamter Anstieg: 675 Meter
Download: GPX-Datei - Jakobsweg Dresden - Klingenberg-Colmnitz



Mein Fahrradjahr 2020 - 2021

Montag, 27. September 2021
Mein Fahrradjahr 2020 - 2021

Und wieder geht ein Fahrradjahr für mich zu Ende. Vom 28. 9 2020 bis zum 27. 9. 2021 bin ich genau 8932, 39 Kilometer gefahren. Im vorigen Jahr (2019/20) standen 8036, 42 Kilometer auf dem Tacho. Es sind, im Gegensatz zum vorigen Jahr, also wieder ein paar Kilometer mehr geworden. Wahrscheinlich bin ich etwas weniger gewandert? Erste Tour in meinem Fahrradtagebuch war eine Fahrradtour zur Förderbrücke F6 am 28. 9. 2012. Deshalb auch das etwas außergewöhnliche Datum im September. Mein Gesamtkilometerstand steht jetzt auf 79656, 61 Kilometer.

  2012 - 13:   5628, 04 Km
  2013 - 14:   7571, 77 Km
  2014 - 15:   9269, 81 Km
  2015 - 16: 11072, 00 Km
  2016 - 17:   8009, 61 Km
  2017 - 18: 11331, 54 Km
  2018 - 19:   8009, 61 Km
  2019 - 20:   8036, 42 Km
  2020 - 21:   8932, 39 Km

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   79656, 61 Kilometer (fast die zweite Erdumrundung)

Was ich in den 45 Jahren davor geradelt bin, weiß ich leider nicht. Dafür fehlen mir die genauen Kilometerangaben. Die meisten Kilometer pro Jahr bin ich etwa von 1992 - 1999 gefahren. Meine ersten Aufzeichnungen habe ich mit einem Garmin 60CSx gemacht. Danach kam der Edge 510, 810. Edge 1030 und jetzt der Edge 1030plus. Erste Software-Einträge mit dem Garmin Trainings-Center, danach mit Garmin-Connect.

Garmin Express:





Zum Ende meines Fahrradjahres habe ich heute eine Wanderung über 35 Kilometer gemacht. Wohin diese gegangen ist, folgt demnächst.

Mango

Mittwoch, 22. September 2021
Mango

Ich esse leidenschaftlich gerne Mangofrüchte, am liebsten mit 10prozentigem Joghurt. Übrig bleibt immer ein schöner flacher und relativ großer Kern. Das brachte mich auf die Idee, diesen mal in die Erde einzupflanzen. Das Ergebnis sieht bisher so aus:













Vor einer Woche habe ich mir eine Mango im Werte von 5 Euro gekauft, welchen ich heute in die Erde eingepflanzt habe. Was daraus wird, kann ich im Moment noch nicht sagen. Ich schätze, dass in etwa 10 Jahren in meinem Wohnzimmer ein Urwald wächst!!

Der Sächsische Jakobsweg - Teil 2

Dienstag, 21. September 2021
Von Großharthau nach Dresden Postplatz

Am Montag bin ich den zweiten Teil des Sächsischen Jakobswegs gewandert. Start ist am Bahnhof in Großharthau. Zum Glück waren heute fast alle Kirchen offen, was auf einem heiligen Weg eigentlich selbstverständlich sein sollte. In Seeligstadt hatte mir eine sehr nette Frau extra für mich die Kirche aufgeschlossen. Ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich bei Ihr für das nette Gespräch. Am Sonntag war ja Erntedankfest, dementsprechend prächtig geschmückt sahen die Kirchen aus - ein Fest für Auge und Sinne!! Nicht so schön war, dass ich doch manchmal etwas Straße laufen musste. Eigentlich fahren hier kaum Autos, die aber unterwegs sind, rasen wie die Irren. Ich habe überlebt, wenn auch knapp!
In der Dresdner Heide bin ich auf den Bischofsweg gestoßen, den ich aber nur teilweise gelaufen bin. Eigentlich geht es immer auf der "Alten Eins" entlang bis zum Dresdner Saugarten. Gefallen hat mir, dass auch im Stadtgebiet von Dresden die Jakobsmuschel zu finden ist. Ganz besonders schön finde ich den Höhenzug oberhalb von Großerkmannsdorf. Hinter mir mein langer Weg, in der Ferne die Lausitz mit dem Valtenberg, vor mir das Panorama des Dresdner Elbtals. Ein erhabenes Gefühl mit Gänsehautcharakter. Dort komme ich her und hier will ich hin. Wo will ich eigentlich hin? Na klar, nach Santiago de Compostela. Laut Komoot sind das jetzt nur noch lächerliche 2660 Kilometer.

In der Dresdner Heide ist der Jakobsweg hervorragend ausgeschildert, für die übrige Strecke sollte man aber eine Karte mitnehmen. Ich vermute, dass der Verein "Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V." den Weg rekonstruiert und ins Leben gerufen hat? Mich würde interessieren, wie sie dabei vorgegangen sind? Denn die originale Route von damals ist heute bestimmt nicht mehr zu laufen. Auf jeden Fall hätte ich diese Strecke etwas anders gelegt. Man könnte z.B. durch den Prießnitzgrund nach Dresden wandern. Das erspart den recht ungemütlichen Weg an der Marienallee. Mir sind hier mindestens 20 LKW begegnet. Vielleicht wäre auch ein Weg durch den Karswald oder die Massnei günstiger?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 36, 49 Kilometer
Gesamter Anstieg: 248 Meter
Gesamter Abstieg: 399 Meter
Download: GPX-Datei - Wanderung von Großharthau nach Dresden



Der Sächsische Jakobsweg - Teil 1

Donnerstag, 16. September 2021
Von Bautzen nach Großharthau

So wie ich das verstanden habe, handelt es sich bei diesem Weg um einen mittelalterlichen Handelsweg - die "Alte Frankenstraße", welcher gleichzeitig als Pilgerweg genutzt wurde. Wo das Ganze endet, kann sich jeder denken oder man lese das Buch von Hape Kerkeling.
Wie die Menschen im Mittelalter gereist sind, kann man auf so einer Wanderung sehr gut nachempfinden. Allerdings gab es damals noch keine neumodischen Rucksäcke, Hi-Tec Laufschuhe oder Trinksysteme. Da haben wir es heute doch viel besser!
Der moderne Sächsische Jakobsweg wurde 2013 eröffnet, Er ist durchgängig mit dem europäischen Wegzeichen gekennzeichnet und gut mit Pilgerquartieren versehen. Start für mich war Bautzen, bis Großharthau bin ich gepilgert. Die Landschaft hinter Bautzen hat mir ausgesprochen gut gefallen, besonders schön die Kirche in Göda. Die nächste Etappe wird hoffentlich bald von Großhartau nach Dresden führen. Wann die Tour startet, weiß ich allerdings noch nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 35, 52 Kilometer
Gesamter Anstieg: 419 Meter

Download: GPX-Datei - Sächsischer Jakobsweg - Teil 1



Kaitzbach - von der Quelle bis zur Mündung

Dienstag, 14. September 2021
Kaitzbach - von der Quelle bis zur Mündung

Der Kaitzbach ist ein im Süden Dresdens gelegener linker Nebenfluss der Elbe. Seine Länge beträgt gegenwärtig 11,92 Kilometer, die mittlere Durchflussmenge beläuft sich auf etwa 35 Liter pro Sekunde. Benannt wurde er nach dem Dorf und jetzigen Dresdner Stadtteil Kaitz.
Wikipedia

Neulich bekam ich ein Buch geschenkt - "Der Kaitzbach in Dresden - Ein Weg mit dem Wasser" von Günter Albrecht und Frank Frenzel. Das Buch ist leider nicht mehr erhältlich. Beschrieben wird eine Wanderung entlang des Baches von der Quelle bis zur Mündung in die Elbe. Deshalb gleich die Wanderschuhe geschnappt und den Weg komplett gelaufen. Zunächst bin ich mit der Straßenbahn der Linie 3 nach Coschütz Endstation gefahren, wo die Wanderung beginnt. Bis zur Quelle musste ich nur 3 Kilometer laufen, dann ist auch schon der Kaitzgrund erreicht.
Die Höhle bei Kilometer 3,65 soll vom damaligen Schützenverein zur Kühlung der Getränke angelegt worden sein. Der steile Grund nach oben nennt sich dementsprechend "Schießgrund", wo der Verein sein Domizil hatte.
Der Weg führt am Mockritzer Bad vorbei, geht durch den neu angelegten Bürkner-Park, führt am Wasaplatz vorbei in Richtung Großer Garten, durchquert den Großen Garten, geht am Stadion vorbei, durchquert den Blüher-Park und mündet an der Carolabrücke in die Elbe. Von dort bin ich am Elberadweg nach Hause gelaufen. Wer sich wundert, was diese komischen Plexiglasscheiben am Bärenzwinger bedeuten. Diese Dinger markieren den unterirdischen Verlauf des Kaitzbaches, davor ein im 14. Jh. aus Sandstein gebautes Bachbett mit Überdeckung. Ist schon toll, welch alten Gemäuer man in Dresden findet.

Die Quelle des Kaitzbaches.

 

Ehemaliges Luftbad Kleinnaundorf und die Höhle des Schützenvereins zur Kühlung der Getränke.

 

Abzweig zum Schießgrund und Brunnenhaus aus dem Jahre 1929.

 

Brunnenhaus aus dem Jahre 1929 und alter Bergmannsstollen.

 

Die sanierte Halde A in Gittersee und steiler Weg zum Entwässerungstunnel.

 

Der Entwässerungstunnel für den Bergbau

 

Zschaukegraben.

 

Denkmal an der Tränenwiese.

 

Rückhaltebecken im Kaitzgrund als Wiese gestaltet.

 

Alte Jagdsäule und Naturbad Mockritz mit dem Wasser der "Tiefen Börner".

 

Ehemaliges Grundschlößchen und Kaitzbach an der Zschertnitzer Straße.

 

Im Hugo-Bürkner-Park.

 

Auslaufbauwerk im Hugo-Bürkner-Park und Kaitzbachweg in Dresden Strehlen.

 

Bauvorhaben in Dresden Strehlen, ein Teil ist schon fertig.

 

Kleine Brücke in Strehlen und Auslaufbauwerk vor dem Großen Garten.

 

Carolasee im Großen Garten.

 

Carolasee und der Kaitzbach hinter dem Dresdner Zoo.

 

Abzweig Zierbachlauf und Kaitzbach in Nähe Zinzendorfstraße, gestaltet als "Alte Dohnaische Landstraße".

 

Im Blüherpark.

 

Brunnen vor dem Hygienemuseum und der alte Kanal am Bärenzwinger.

 

Markierung Kaitzbach als Denkmal und Mündung an der Carolabrücke.

 

Länge der Tour: 23, 15 Kilometer
Gesamter Abstieg: 196 Meter
Download: GPX-Datei - Wanderung Kaitzbach bis zur Mündung



Tharandter Wald - Geologischer Lehrpfad

Donnerstag, 9. September 2021
Tharandter Wald - Geologischer Lehrpfad

Diese schöne Wanderung habe ich im Buch "Wander - & Naturführer Dresden und Umgebung - Band 1, Verlag Peter Rölke" gefunden. Die Wanderroute sieht wie folgt aus: Landberg, Porphyrfächer, Grund, Triebischteiche, Sandsteinbruch, Basaltbruch Ascherhübel, Kugelpechstein, Knollensteine und zurück zum Gasthaus Landberg.

Irgendwie musste ich am Anfang meiner Wanderung zum Landberg kommen. Das geht mit dem Fahrrad (ohne Strom) am einfachsten, wenn nicht die vielen Autos wären. Es ist entsetzlich, aber ich habe knapp überlebt. Geradelt bin ich über Freital, Tharandt, Pohrsdorf. Der Anstieg hinauf nach Hartha und Pohrsdorf ist steil, läßt sich aber sehr gut fahren. Alles zusammen (mit Rückfahrt) 62, 5 Kilometer. Eine Extra-GPX-Datei stelle ich nicht ins Internet, weil die Strecke auch so gut zu finden ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 12, 67 Kilometer
Gesamter Anstieg: 216 Meter
Downoad. GPX-Datei - Tharandter Wald - Geologischer Lehrpfad

Und wieder mal zum Keulenberg

Montag, 6. September 2021
Und wieder mal zum Keulenberg

Die Tour haben wir vor ein paar Jahren schon einmal gemacht. Es handelt sich um die Pfefferkuchen-Tour aus "der RadKulTour" der Sächsichen Zeitung. Viel verändert hat sich nicht, nur das Schloss in Wachau wuchert so nach und nach zu. Wir haben die Strecke leicht gekürzt, so dass unter dem Strich 80 Kilometer zusammen kamen.

Fahrradtour zum Keulenberg- 2016

Der Keulenberg ist eine markante Erhebung im Lausitzer Bergland und trägt deshalb die Bezeichnung Wächter der Westlausitz. Er besteht aus zwei durch einen breiten Sattel getrennte Kuppen – dem Großen mit 413,4 m und dem Kleinen Keulenberg mit 390,1 m
Zitat Wikipedia.

Die Sicht war am Sonntag leider alles andere als schön, aber auch bei Nebel sieht die Landschaft interessant aus. Im Waldgebiet der Luchsenburg sind die Wege teilweise sehr schlecht gewesen, daher ist das Mountainbike auf dieser Strecke genau richtig.
Kaum zu glauben, aber vor der Wende war der Keulenberg militärisches Sperrgebiet. Ab 12. November 1989 konnte der Berg wieder betreten werden. Im Buch von Peter Rölke - Wander- & Naturführer „Lausitzer Bergland“ ist die Geschichte sehr gut beschrieben. Am Sonntag hatte eine kleine Imbissbude geöffnet.

Download: GPX-Datei - Fahrradtour zum Keulenberg (alte Datei).

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 80, 91 Kilometer
Gesamter Anstieg: 930 Meter
Download: GPX-Datei - Fahrradtour zum Keulenberg



Fahrradtour nach Muldenhütten

Sonntag, 5. September 2021
Fahrradtour nach Muldenhütten

Schon tausend Mal mit der Eisenbahn über diese Brücke gefahren, aber noch nie darunter gestanden. Das wollte ich ändern, deshalb das Mountainbike geschnappt und in Richtung Freiberg geradelt - wie fast immer durch den schönen Tharandter Wald. Deshalb ähnelt die Tour meiner Wanderung nach Freiberg (Teil 1, "Teil 2), es geht also viel über Stock und Stein. Weil ich auf der Rückfahrt keine Lust auf Schotter hatte, bin ich etwas Bundesstraße gefahren, was ich mit Müh und Not überlebt habe.

Der Eisenbahnviadukt wurde zwischen 1860 / 61 erbaut und überspannt auf einer Länge von 196 Metern die Freiberger Mulde bei Muldenhütten (Höhe 43 Meter). Die Brücke besteht aus acht Bögen. Davon haben fünf große Bögen eine lichte Weite von je 25,39 Meter und drei äußere kleine Bögen eine lichte Weite von je 9,06 Meter. Steht man unter diesem Bauwerk und blickt nach oben, dann kann man nur noch staunen, wie gigantisch groß diese Brücke ist. Einfach wunderschön!!
In Freital wollte ich auf der Rückfahrt die kleine Straße "Hartmanns Berg" hochfahren. Die Steigung beträgt laut Garmin-Navi 29 Prozent. Ich gebe zu, dass habe ich nicht geschafft! Da ich noch Reserven in den Beinen hatte, habe ich den Rückweg über die Bahntrasse der Windbergbahn angetreten. Über das Lockwitztal und den Elberadweg geht es zurück nach Hause.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Länge der Tour: 101, 93 Kilometer
Gesamter Anstieg: 1245 Meter
Download: GPX-Datei - Fahrradtour nach Muldenhütten